Cengiz bekommt nicht genug vom Bergbau: Genehmigung für Zyanid-Projekt erwartet!
Während die Türkei auf die juristischen Operationen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) fixiert ist, hat die zu Cengiz Holding gehörende Eti Bakır A.Ş. einen lückenhaften UVP-Bericht für ein Gold- und Silberminenprojekt in Eskişehir beim Ministerium eingereicht, das die Umwelt schwer schädigen wird. Sollte das Projekt genehmigt werden, würden 542 Hektar Wald vernichtet werden.
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Während das gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, und seine Mitarbeiter laufende Gerichtsverfahren, Proteste und Verhaftungen die Tagesordnung des Landes bestimmen, hat die Cengiz Holding versucht, diese Situation auszunutzen. Die zum Konzern gehörende Eti Bakır A.Ş. hat ihre Bemühungen beschleunigt, zwischen den Bezirken Mihalgazi und Tepebaşı in Eskişehir Gold- und Silberabbauaktivitäten durchzuführen.
UVP-BERICHT MIT LÜCKEN EINGEREICHT
Wie Belce Örü von der Zeitung Sözcü berichtet, hat die Cengiz Holding den Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), der Berichten zufolge große Mängel aufweist, beim Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel eingereicht. Während das Ministerium noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat, gab es bemerkenswerte Entwicklungen im Prozess. Das Projekt, das die Wasserressourcen des Sakarya-Flusses bedroht, hat das Potenzial, das Leben in der Region direkt zu beeinflussen.
ERGEBNIS DES TREFFENS: STOPP-ENTSCHEIDUNG
Bei der Sitzung der Prüf- und Bewertungskommission (İDK), die am 9. April in Ankara stattfand, wurden die Mängel des Berichts erörtert. Aus diesem Treffen ging eine „Stopp-Entscheidung“ hervor. Da dies jedoch keine Annullierung bedeutet, läuft der Prozess weiterhin aktiv. Die endgültige Genehmigung des Ministeriums könnte noch in dieser Woche bekannt gegeben werden.
BEVÖLKERUNG UND UMWELTSCHÜTZER LEISTEN WIDERSTAND
Die lokale Bevölkerung und Umweltorganisationen organisieren seit langem Proteste gegen die Gold- und Silbermine. Die Bürger, die davor warnen, dass fruchtbares Ackerland, Wasserressourcen und die natürliche Lebenswelt zerstört werden, fordern die vollständige Annullierung des Projekts. Aufgrund der Zyanid-Extraktionsmethode argumentiert die Bevölkerung, dass Boden und Wasser vergiftet werden.
542 HEKTAR WALD BEDROHT
Laut dem UVP-Bericht der Eti Bakır A.Ş. soll auf einer Gesamtfläche von 713 Hektar (etwa 941 Fußballfelder) Bergbau betrieben werden. Auf dem Gelände, auf dem 180 Millionen Tonnen Aushub bewegt werden sollen, wird die Methode des Tagebaus mit Sprengungen angewandt. Die Produktion mittels Zyanid-Haufenlaugung wird zur Vernichtung von 542 Hektar Waldfläche führen.
MINENGEFAHR IN DER NÄHE VON SCHUTZGEBIETEN
Im UVP-Bericht des Projekts wird angegeben, dass sich in einer Entfernung von nur 1,8 km, 220 Metern und 130 Metern zum Minengebiet zwei archäologische Stätten 1. Grades und eine archäologische Stätte 3. Grades befinden. Dies bedroht nicht nur die Natur, sondern auch das kulturelle Erbe.