Staatsanwalt befragte die inhaftierten Candan-Schwestern zu diesen Namen im Banden-Ermittlungsverfahren
Details zu den Aussagen der inhaftierten Social-Media-Phänomene Bahar und Nihal Candan vor Gericht sind bekannt geworden. Die Candan-Schwestern wurden zu ihren Verbindungen zum Bandenchef Onur Apaydın befragt, wobei auch die Namen von Refik Erzin E., einem Frauenarzt prominenter Persönlichkeiten, sowie İ. O., dem Besitzer eines Nachtclubs in Etiler, zur Sprache kamen. Die Candan-Schwestern gaben an, den Arzt nicht zu kennen, während sie erklärten, İ. O. lediglich als Inhaber des Lokals zu kennen.
Müslim Sarıyar
Müslim SARIYAR/12punto.com.tr
Die Social-Media-Phänomene Bahar Candan und Nihal Candan wurden im Rahmen der dritten Phase der Ermittlungen gegen eine Bande inhaftiert, die durch den günstigen Verkauf von Fahrzeugen aus Zwangsversteigerungen öffentlicher Institutionen Vertrauen gewann und anschließend Kunden betrog, um hohe Summen zu erbeuten. Details zu den Aussagen der Candan-Schwestern, die gestern mit einem Haftantrag dem Gericht vorgeführt und inhaftiert wurden, sind nun bekannt geworden.
ZUERST WURDE NACH ONUR GEFRAGT
Die Candan-Schwestern wurden zu ihrer Verbindung zu dem am 3. Mai inhaftierten Bandenchef Onur Apaydın befragt. Bahar Candan sagte: „Nachdem ich mich von meiner Schwester getrennt hatte, trafen wir uns in bekannten Restaurants und Lokalen in Etiler. Wir haben vielleicht einmal mit diesen Personen gegessen, ansonsten haben wir keinerlei Verbindung. Ich benutze dieses Telefon seit einigen Jahren. Wir kannten Onur Apaydın als Kaan. Seinen richtigen Namen kannten wir nicht. Ich kenne ihn seit einem Jahr. Ich weise die Anschuldigungen zurück. Ich beantrage meine Freilassung.“ Nihal Candan erklärte ebenfalls, sie habe Onur Apaydın als Kaan Hamzaoğlu kennengelernt und sei ihm nach der Trennung nur zufällig in einem Nachtclub begegnet. Sie behauptete, nicht gewusst zu haben, dass es sich um eine Bande handele, und keine Verbindung zu ihnen zu haben.
NACHTCLUB UND ARZT WURDEN THEMATISIERT
Zu den gestellten Fragen gehörte auch der Name von Refik Ersin E., einem Frauenarzt prominenter Persönlichkeiten, dessen Name im Zusammenhang mit Onur Apaydın auftauchte. Auf die Frage, ob sie „Refik Ersin E. kennen“, antworteten die Candan-Schwestern, dass sie ihn nicht kennen und auch keine Gespräche mit dem Arzt geführt hätten. Im weiteren Verlauf der Aussage wurde auch der Name des Besitzers eines Nachtclubs in Etiler genannt. Die Candan-Schwestern wurden gefragt: „Kennen Sie İ. O.?“ Die Schwestern behaupteten, İ. O. nur deshalb zu kennen, weil er der Inhaber des Nachtclubs in Etiler sei.
2021 ENTLASSEN
Die Ermittlungen, die im Jahr 2020 begannen, wurden mit einer Operation am 3. Mai 2023 fortgesetzt. Es stellte sich heraus, dass der mutmaßliche Anführer der Bande, Onur Apaydın, ein ehemaliger Polizeibeamter ist. Onur Apaydın, der 2021 aufgrund eines gegen ihn laufenden Strafverfahrens aus dem Dienst entlassen wurde, befindet sich in Haft.
DETAILS ZUR INHAFTIERUNG
Die vor Gericht angehörten Candan-Schwestern behaupteten, keine Verbindung zur Bande zu haben, und beantragten ihre Freilassung. Die mit einem Haftantrag dem Gericht vorgeführten Schwestern wurden wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung inhaftiert. Der vorsitzende Richter begründete den Haftbeschluss wie folgt: „Unter Berücksichtigung der Aussagen der Verdächtigen in der Akte, der Erklärungen der Kläger, aller in der Akte enthaltenen Informationen und Dokumente, der Zeugenaussagen sowie der Tatsache, dass die Beweise in der Akte noch nicht vollständig gesammelt wurden, und unter Berücksichtigung der Unter- und Obergrenze der für die vorgeworfene Tat gesetzlich vorgesehenen Strafe, wurde entschieden, dass Fluchtgefahr besteht. Da es sich zudem um Katalogstraftaten handelt, wurde bewertet, dass Maßnahmen der richterlichen Kontrolle keine ausreichend wirksame rechtliche Überwachung gewährleisten würden, weshalb die Inhaftierung angeordnet wurde.“