Chefberater des Präsidenten Uçum mit Seitenhieb auf den 'kranken Mann': 'Er liegt im Sterben'

Der Chefberater des Präsidenten, Mehmet Uçum, reagierte auf die Einschätzungen des Türkei-Berichterstatters des Europäischen Parlaments, Nacho Sanchez Amor, zu den Beziehungen zwischen der Türkei und der EU.

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Uçum äußerte sich auf seinem X-Account (ehemals Twitter) unter der Überschrift "Die Europäische Union als kranker Mann gibt ihre herablassende Art nicht auf" wie folgt:

"Der Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Amor, hat erklärt: 'Wir sind offen für den Ausbau der Verteidigungsbeziehungen zur Türkei, aber eine Mitgliedschaft ist nicht in Sicht.' Er behauptete, die 'Europäische Union sei ein Club der Demokratien'. Für die Visafreiheit verwies er auf 'Schritte im Bereich des Anti-Terror-Gesetzes und des Datenschutzes sowie auf das Prinzip der Rechtssicherheit für die Zollunion'. Bezüglich der Mitgliedschaft gab er zu, dass es sich eher um eine türkeifeindliche politische Herangehensweise als um Partnerschaftsrecht handele. Er führte die von der Türkei im Rahmen der Bekämpfung von Terrorunterstützung zeitweise eingesetzten Treuhänder sowie einige verurteilte Personen als negative Beispiele an. Es ist offensichtlich, dass die EU, die möchte, dass die Türkei ihren Anti-Terror-Kampf sowohl gesetzlich als auch in der Praxis schwächt, nicht wohlwollend handelt. Noch wichtiger ist, dass es absolut inakzeptabel ist, dass die EU die Türkei lediglich unter dem Aspekt der europäischen Sicherheitsbedürfnisse betrachtet.

Unser Präsident Erdoğan zeigt einen aufrichtigen Ansatz in Bezug auf die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Im Gegensatz dazu verhält sich die Europäische Union völlig unaufrichtig und heuchlerisch. Amors Sprache ist ein Zeichen für die Herablassung, die aus purer Arroganz und kolonialer Mentalität entsteht.

In den EU-Mitgliedstaaten, die behaupten, Demokratie-Champions zu sein, gibt es zahlreiche Beispiele für demokratie- und rechtsfeindliches Verhalten, wie etwa Rechtsmassaker wie in den NSU-Prozessen, weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen wie bei den Gelbwesten-Protesten oder systematische Polizeipraktiken, die Persönlichkeitsrechte verletzen. In den Mitgliedsländern sind implizite/explizite Polizeistaat-Praktiken, Fremdenfeindlichkeit, Schwarze-Menschen-Feindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Rassismus zur Normalität geworden. Abgesehen von Einzelfällen haben die bewusste Blindheit der EU in Gaza und ihre Haltung, die den Völkermörder unterstützt, gezeigt, wie weit sie von Menschlichkeit und Demokratie entfernt sind.

"ER LIEGT IM STERBEN"

Tatsächlich liegt die Europäische Union im Sterben; während der Pandemie und in Gaza sind sie in einen bemitleidenswerten Zustand geraten. Die Europäische Union ist der 'kranke Mann' unserer Zeit. Diejenigen, die im Namen dieses kranken Mannes das Wort führen, sollten erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Der kranke Mann, die Europäische Union, kann der Türkei keine Lektionen in Demokratie und Recht erteilen. Sie sollten sich mit ihren eigenen Demokratie- und Rechtskrisen befassen. Sie sollten sich ihre sozialen Gerechtigkeitsprobleme ansehen. Die Sprache, die sie mit ihrer kolonialen und herablassenden Mentalität führen, hat keinerlei Wert. Die Beziehung zwischen der Türkei und der EU kann nur eine Beziehung auf Augenhöhe sein.

"DIE TÜRKEI IST NATÜRLICH OFFEN FÜR BEZIEHUNGEN"

Die Zeiten vertikaler Beziehungen sind längst vorbei. Es wäre angebracht, wenn das jeder erkennen würde. Zudem sind heute die direkten Beziehungen zu den Mitgliedsländern weitaus wichtiger geworden als die Beziehung zur EU. Die Türkei ist natürlich offen für alle Beziehungen zu jedem Mitgliedsland, die auf gleichen Rechten und auf Augenhöhe basieren. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass ein künftiger EU-Mitgliedschaftsprozess der Türkei nur unter der Bedingung möglich wäre, dass die Türkei das Partnerschaftsrecht mit der EU gemeinsam weiterentwickelt. Andernfalls sollte niemand erwarten, dass die Türkei das Partnerschaftsrecht, das ihr von der EU aufgezwungen wird, widerspruchslos akzeptiert.''