Chemotherapie könnte der Vergangenheit angehören
Die Mitbegründer des deutschen Biotechnologieunternehmens BioNTech, Prof. Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Uğur Şahin, erklärten, sie seien zuversichtlich, dass die ersten Krebsimpfstoffe bis 2026 auf den Markt kommen könnten.
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Die BioNTech-Gründer Prof. Dr. Özlem Türeci und Prof. Dr. Uğur Şahin äußerten sich gegenüber dem deutschen Magazin Focus zum Thema Krebsimpfstoff.
Prof. Şahin erklärte, dass infolge jahrelanger Krebsforschung ein Antikörper gegen eine Form von Lungenkrebs sowie ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) gegen metastasierten Brustkrebs für eine Zulassung in Frage kämen. Zudem gab er an, dass bis Ende dieses Jahres zehn Impfstoffkandidaten ihre Phase-2- oder Phase-3-Studien abschließen könnten und somit das Potenzial für eine Zulassung hätten.
Şahin betonte, dass klinische Studien zu insgesamt 30 Krebsarten liefen und bereits erfolgreiche Ergebnisse erzielt worden seien; man strebe bis 2030 ein breites Portfolio an Krebstherapien an.
Prof. Türeci wies darauf hin, dass in den letzten Jahren bahnbrechende neue Erkenntnisse im Kampf gegen Krebs gewonnen wurden und BioNTech große Fortschritte erzielt habe.
Türeci betonte, dass jede Krebszelle eines Patienten anders sei und man sich auf eine individualisierte Krebstherapie konzentriere; sie äußerte, dass in den kommenden Jahren eine Chemotherapie möglicherweise nicht mehr nötig sein werde. Man arbeite daran, das körpereigene Abwehrsystem gegen den Krebs zu mobilisieren, und strebe an, anstelle der Chemotherapie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Impfstoffe einzusetzen. Dieser Ansatz könne in Zukunft präzisere und wirksamere Behandlungen ermöglichen.
Zusammenfassend betonten die BioNTech-Mitbegründer, dass ihre Arbeit im Bereich der Krebstherapie bedeutende Fortschritte gemacht habe und sie davon überzeugt seien, dass in Zukunft wirksamere und individualisierte Behandlungen möglich sein werden.