CHP-Abgeordneter Akdoğan zur „Axt-Demonstranten“-Aussage: „Gibt es Beweise oder wird hier Stimmung gemacht?“

Der CHP-Abgeordnete Umut Akdoğan reagierte auf die Äußerung von Bildungsminister Yusuf Tekin über „Axt-Demonstranten“. Er reichte eine schriftliche Anfrage mit vier kritischen Fragen an den Innenminister ein.

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Die Aussage von Bildungsminister Yusuf Tekin zu den Protesten, wonach „diejenigen, die mit Äxten teilnahmen, festgenommen wurden“, hat für Aufsehen in der Politik gesorgt.

Der CHP-Abgeordnete für Ankara, Umut Akdoğan, reichte nach diesen Äußerungen, die in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgten, eine schriftliche Anfrage an die Große Nationalversammlung der Türkei zur Beantwortung durch Innenminister Ali Yerlikaya ein.

Akdoğan wies in seiner Anfrage auf vier kritische Fragen hin:

Sind beim Innenministerium Informationen, Dokumente oder Beweise eingegangen, die die Behauptung von „Axt-Demonstranten“ stützen?

Hat Bildungsminister Yusuf Tekin Informationen von Ihrem Ministerium erhalten, als er diesen Ausdruck verwendete?

Gab es unter Ihren Bediensteten Personen, die behaupteten, einen Angriff mit einer Axt erlebt zu haben?

Wie viele der 1.418 Personen, die zwischen dem 19. März und dem 10. April festgenommen wurden, trugen tatsächlich eine Axt bei sich?

„IST ER BILDUNGSMINISTER ODER SPRECHER FÜR INNERE SICHERHEIT?“

In einer diesbezüglichen Presseerklärung sagte Akdoğan: „Ist Herr Yusuf Tekin Bildungsminister oder ein Sprecher für innere Sicherheit? In einem Prozess, in dem 1.418 Personen festgenommen wurden, ist ein Ausdruck wie ‚Axt-Demonstrant‘ nur die Aussage von jemandem, der entweder konkrete Beweise in der Hand hat oder in der Öffentlichkeit Stimmung machen will.“

„DIE DEMOKRATISCHE REAKTION DER JUGEND DARF NICHT KRIMINALISIERT WERDEN“

Akdoğan erinnerte daran, dass in dem Verfahren zu den Protesten in Saraçhane 102 Personen freigelassen und bei 25 Personen der Hausarrest aufgehoben wurde, und wies darauf hin, wie umstritten die Gerichtsverfahren geführt werden. „Der Bildungsminister eines Landes darf die demokratische Reaktion der Jugend nicht kriminalisieren“, sagte Akdoğan und betonte, dass der Prozess im Hinblick auf das öffentliche Gewissen transparent aufgeklärt werden müsse.

Akdoğan schloss seine Erklärung mit den Worten: „Es liegt in unserer aller Verantwortung, diesen Prozess aufzuklären.“