CHP-Abgeordneter Karakoz reicht parlamentarischen Untersuchungsantrag zu TFF-Wahlen ein

Der CHP-Abgeordnete für Aydın, Evrim Karakoz, hat bei der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) einen Antrag auf Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung eingereicht, um die Vorwürfe einer Einflussnahme der Regierung auf die Präsidentschaftswahlen des Türkischen Fußballverbandes (TFF) zu prüfen. In seiner Erklärung betonte Karakoz zudem: „Es ist bekannt, dass die AKP-Regierung und ihr nahestehende Personen beharrlich die Präsidentschaft von Mehmet Büyükekşi unterstützen.“

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Der CHP-Abgeordnete für Aydın, Evrim Karakoz, hat vor den heute stattfindenden Verbandswahlen einen parlamentarischen Untersuchungsantrag bei der TBMM eingereicht. Er verwies dabei auf die Vorwürfe, dass der zur Wiederwahl stehende Präsident Mehmet Büyükekşi von bestimmten AKP-nahen Kreisen unterstützt werde, und forderte eine Untersuchung dieser Behauptungen.

'ES IST BEKANNT, DASS DIE AKP-REGIERUNG DIE PRÄSIDENTSCHAFT VON BÜYÜKEKŞİ UNTERSTÜTZT'

Karakoz begründete seinen Antrag wie folgt:

„Vor den Wahlen des Türkischen Fußballverbandes (TFF) am 18. Juli 2024 wurde in der Öffentlichkeit und in den Medien intensiv darüber diskutiert, dass die Kandidatur des amtierenden TFF-Präsidenten Mehmet Büyükekşi von Vertretern der AKP-Regierung unterstützt werde und versucht worden sei, Gegenkandidaten durch politischen Druck zum Rückzug zu bewegen.

Obwohl viele Vereine, allen voran die führenden Clubs des türkischen Fußballs wie Beşiktaş, Fenerbahçe, Galatasaray und Trabzonspor, gemeinsam mit ihren Fangemeinden ihren Unmut gegenüber dem amtierenden TFF-Präsidenten äußerten und Rücktrittsforderungen stellten, ist bekannt, dass die AKP-Regierung und ihr nahestehende Personen beharrlich die Präsidentschaft von Mehmet Büyükekşi unterstützen.

'MAN MUSS SICH VON DER AUFFASSUNG LÖSEN, DIE DEN FUSSBALL ALS HANDELSFELD BETRACHTET'

Der TFF, der eigentlich eine unabhängige und neutrale Struktur haben sollte, wurde insbesondere in den letzten Jahren zum Hinterhof der AKP gemacht. Holding-Chefs ohne fußballerischen Hintergrund, die nichts vom Fußball verstehen, wurden nur deshalb zu TFF-Präsidenten ernannt, weil sie der AKP nahestehen und mit bestimmten Personen gemeinsame Interessen verfolgen.

Insbesondere die unerwünschten Vorfälle bei Fußballspielen in der Süper Lig, die umstrittenen Entscheidungen des TFF angesichts dieser Ereignisse und zuletzt die skandalösen Vorfälle beim Supercup-Finale in Saudi-Arabien haben das Versagen der TFF-Führung offengelegt.

Trotz all dieser gescheiterten Führungskultur wirft das Beharren der Regierung auf diesem Misserfolg und die Unterstützung für den erfolglosen TFF-Präsidenten bei jedem die Frage auf: ‚Welche Art von Beziehung besteht eigentlich zwischen ihnen?‘

Damit sich Spielzeiten, in denen Vereine kein Vertrauen in die TFF-Führung und die Schiedsrichter haben, Fans das Spielfeld stürmen und Spieler angreifen, Vereinspräsidenten Schiedsrichter schlagen und Mannschaften aus Protest das Spielfeld verlassen, sowie andere Ereignisse, die dem türkischen Fußball unwürdig sind, nicht wiederholen, muss die politische Macht ihre Hände vom türkischen Fußball und vom TFF lassen. Die TFF-Wahlen dürfen nicht beeinflusst werden, auf Vereine und Vereinspräsidenten darf kein Druck ausgeübt werden und die autonome Struktur des TFF muss respektiert werden. Andernfalls wird der türkische Fußball weiter zurückfallen. Am wichtigsten ist, dass man sich so schnell wie möglich von einer Führungskultur lösen muss, die unsere Vereine Tag für Tag in den Schuldensumpf treibt, den Markenwert des türkischen Fußballs nicht auf das verdiente Niveau heben kann und den Fußball lediglich als Handelsfeld betrachtet.“

ANTRAG AUF PARLAMENTARISCHE UNTERSUCHUNG 

Karakoz forderte die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung, um alle im Wahlprozess des TFF-Präsidenten öffentlich diskutierten Vorwürfe zu prüfen, Strukturen aufzudecken, die dem türkischen Fußball schaden, und die notwendigen Schritte einzuleiten, damit der türkische Fußball künftig von unabhängigen, neutralen, vertrauenswürdigen und transparenten Persönlichkeiten geleitet wird.