CHP-Abgeordneter Sezgin Tanrıkulu appelliert an den Justizminister: „Zu sagen, es gäbe keine Folter, lässt sie nicht verschwinden“
Der CHP-Abgeordnete Sezgin Tanrıkulu, der den Fall von 54 Studenten verfolgt, die vom Polizeipräsidium Vatan zum Justizpalast Çağlayan überstellt wurden, gab eine Erklärung ab. Tanrıkulu wandte sich an Justizminister Yılmaz Tunç und sagte: „Zu sagen, es gäbe keine Folter, lässt sie nicht verschwinden.“
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Der CHP-Abgeordnete Sezgin Tanrıkulu, der den Fall von 54 Studenten verfolgt, die vom Polizeipräsidium Vatan zum Justizpalast Çağlayan überstellt wurden, gab eine Erklärung ab. Tanrıkulu wandte sich an Justizminister Yılmaz Tunç und sagte: „Zu sagen, es gäbe keine Folter, lässt sie nicht verschwinden.“
Tanrıkulu, der die Situation der 54 jungen Menschen verfolgt, die vom Polizeipräsidium Vatan zum Justizpalast Çağlayan überstellt wurden, machte folgende Erklärung:
„43 von ihnen wurden mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem Friedensstrafgericht überstellt, für 11 weitere wurde eine gerichtliche Kontrolle beantragt. Ich habe mit ihren Anwälten gesprochen, es gibt Protokolle, die ich ebenfalls im Anhang teilen werde. Es gibt viele Protokolle, aber ich werde fünf besonders eindrückliche teilen. Sie wurden während der Ingewahrsamnahme systematisch gefoltert und misshandelt.
Es gibt einen jungen Menschen mit Nasenbruch, es gibt junge Menschen mit Hämatomen an vielen Stellen ihres Körpers; zudem wurden sie in Gewahrsam von einem Team gezielt und kontinuierlich beschimpft und beleidigt.
Ich möchte mich von hier aus noch einmal an den Justizminister wenden, der sagt, es gäbe keine Folter: Zu sagen, es gäbe sie nicht, lässt sie leider nicht verschwinden. Die in Saraçhane Festgenommenen wurden systematisch misshandelt und gefoltert. Das ist meine Behauptung. Ihre Aufgabe ist es nicht, zu sagen, dass es sie nicht gibt, sondern die Anweisung zu geben, diese Vorwürfe zu untersuchen. Das haben Sie nicht getan und abgelehnt. Ihr Leugnen ermutigt die Sicherheitskräfte, die sich der Straftaten der Folter und Misshandlung schuldig gemacht haben.“