Frage von CHP-Abgeordnetem Tanrıkulu zur neuen Abteilung für ungeklärte Morde: Was ist das Kriterium?

Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Sezgin Tanrıkulu hat Fragen zu der Abteilung gestellt, die innerhalb der Generaldirektion für Strafangelegenheiten des Justizministeriums zur Untersuchung ungeklärter Morde eingerichtet wurde.

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Sezgin Tanrıkulu kritisierte den Ansatz des Ministeriums, nur bestimmte Akten zu untersuchen, und fragte: „Welche Akten werden untersucht und welche nicht?“

Der CHP-Abgeordnete Tanrıkulu bewertete die Erklärungen zur Einrichtung einer Abteilung innerhalb der Generaldirektion für Strafangelegenheiten des Justizministeriums, die zur Untersuchung ungeklärter Morde dienen soll. 

Tanrıkulu äußerte sich wie folgt:

„Es wurde erklärt, dass innerhalb der Generaldirektion für Strafangelegenheiten des Justizministeriums eine Abteilung zur Untersuchung ungeklärter Morde eingerichtet wurde. Auch der Herr Minister hat sich in diesem Sinne geäußert.

Doch in seiner Antwort auf eine Frage beim Empfang in der Großen Nationalversammlung der Türkei gestern hat er deutlich gemacht, dass nicht alle, sondern nur einige der ungeklärten Morde untersucht werden sollen. Ich möchte dies besonders unterstreichen: Es heißt, nicht jeder ungeklärte Mord, sondern nur einige werden untersucht.

Ich frage den Herrn Minister von hier aus: Was ist das Kriterium dafür? Welche Akten werden untersucht und welche nicht? Nach welchem Maßstab wird diese Unterscheidung getroffen? Sind damit Akten gemeint, hinter denen der sogenannte ‚tiefe Staat‘ vermutet wird? Wird zum Beispiel das Attentat auf Tahir Elçi, der mitten in Diyarbakır ermordet wurde und dessen Fall ungeklärt blieb, erneut untersucht? Wir erwarten vom Herrn Minister klare und deutliche Antworten auf all diese Fragen.“