CHP-Abgeordneter Tanrıkulu reagiert auf Gerichtsurteil zu Demirtaş: „Gefährliches Spiel“ – „Kein Zufall“

Der CHP-Abgeordnete für Diyarbakır, Sezgin Tanrıkulu, reagierte auf das Plädoyer der Staatsanwaltschaft Mersin, das eine Bestrafung von Selahattin Demirtaş fordert, mit den Worten, dies sei „aufgrund des Zeitpunkts kein Zufall“.

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Der CHP-Abgeordnete für Diyarbakır, Sezgin Tanrıkulu, hat auf das Plädoyer der Staatsanwaltschaft Mersin reagiert, das eine Bestrafung des ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş fordert. 

Tanrıkulu äußerte sich dazu auf seinem Social-Media-Account wie folgt:

„Selahattin Demirtaş sitzt seit 9 Jahren im Gefängnis. Alle Ermittlungsverfahren gegen Demirtaş wurden in Ankara zusammengelegt und in einen Prozess überführt, doch die Verfahren in Bakırköy und Mersin wurden davon ausgenommen.

Auf diese Weise wurden Reserveverfahren gegen Demirtaş geschaffen, mit dem Gedanken: ‚Das könnte man später noch brauchen‘. Trotz der Urteile des EGMR zu seinen Gunsten, die von der Türkei nach wie vor nicht umgesetzt werden, und während die Freilassung von Demirtaş auf der Tagesordnung steht, kann das Plädoyer des Staatsanwalts in Mersin, das eine Bestrafung fordert, unserer Ansicht nach kein Zufall sein.

Ebenso ist es ausgeschlossen, dass die Justiz nichts von dem laufenden Prozess und den möglichen Regelungen weiß.

Daher stellt das besagte Plädoyer in Mersin, gemessen an seinem Zeitpunkt, eine neue Barriere für die Freilassung von Demirtaş dar und drückt den Widerstand der Justiz gegen den Friedensprozess aus.

Dies ist ein gefährliches Spiel. Ich hoffe, dass von diesem Spiel Abstand genommen wird.“