CHP-Abgeordneter Yavuzyılmaz stichelt gegen AKP bei Brückenprivatisierung: „Lassen Kanadier und Briten arbeiten“
Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Deniz Yavuzyılmaz erklärte: „Die AKP, die ständig Reden über nationale und einheimische Werte schwingt, lässt die Machbarkeitsstudie für die 25-jährige Privatisierung von zwei öffentlichen Bosporus-Brücken und sieben Autobahnen von einem kanadischen Unternehmen und die Finanzierungsplanung von einem britischen Unternehmen durchführen. Dieser Privatisierungsplan ist ein Verrat an der Zukunft des Vaterlandes.“
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Yavuzyılmaz äußerte sich kritisch zu den Plänen, zwei öffentliche Bosporus-Brücken sowie sieben Autobahnen für 25 Jahre zu privatisieren. In einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account teilte Yavuzyılmaz Folgendes mit:
„Die AKP, die ständig Reden über nationale und einheimische Werte schwingt, lässt die Machbarkeitsstudie für die 25-jährige Privatisierung von zwei öffentlichen Bosporus-Brücken und sieben Autobahnen von einem kanadischen Unternehmen und die Finanzierungsplanung von einem britischen Unternehmen durchführen. Laut dem Leistungsprogrammbericht 2026 der Generaldirektion für Autobahnen beträgt der jährliche Nettogewinn (Eigenertrag) des Staates aus den zwei Bosporus-Brücken und sieben Autobahnen für das Jahr 2025: 600 Millionen Dollar. Daraus ergibt sich ein Nettogewinn über 25 Jahre von: 15 Milliarden Dollar. Genau dieses Geld will die AKP noch vor den Wahlen in einer Summe einstreichen.
Was aber gewinnen die Unternehmen, wenn diese Privatisierungen stattfinden? Je weiter die Unternehmen den Privatisierungspreis unter die 15 Milliarden Dollar drücken können, desto höher fällt ihr direkter Gewinn aus. Zudem werden alle Preiserhöhungen bei den Mautgebühren innerhalb der 25 Jahre diesen Unternehmen einen weiteren Gewinn von mindestens 33 Milliarden Dollar bescheren. Mit der Übernahme der 15-Juli-Märtyrer-Brücke und der FSM-Brücke durch regierungsnahe Unternehmen – zusätzlich zur Yavuz-Sultan-Selim-Brücke und dem Eurasia-Tunnel – werden sämtliche Bosporus-Übergänge unter die Kontrolle dieser Unternehmen gelangen. Da die Bürger bei den Bosporus-Übergängen zu Zwangs-Kunden dieser Firmen gemacht werden, können die Unternehmen die Mautgebühren ohne Konkurrenzdruck beliebig erhöhen.
„EIN VERRAT AN DER ZUKUNFT DES VATERLANDES“
Am Ende werden in 25 Jahren mindestens 48 Milliarden Dollar aus den Taschen der Bürger in die Kassen dieser Unternehmen fließen. Die Unternehmen, die den Zuschlag erhalten, werden zur Finanzierung der Privatisierungskosten zu 80 Prozent Auslandskredite und zu 20 Prozent Eigenkapital einsetzen. Für die Auslandskredite der Unternehmen wird das Finanzministerium eine ‚Schuldübernahmegarantie‘ abgeben. Das heißt, der Staat bürgt. Bei Streitigkeiten werden Londoner Gerichte zuständig sein. Die britische Schiedsgerichtsbarkeit wird gelten. Nach dem Plan der AKP gilt: Sollte sich bei den Parlamentswahlen die Regierung ändern, wäre das Finanzministerium gezwungen, die Kredite an diese ausländischen Finanzinstitute zurückzuzahlen, selbst wenn die neue Regierung die Privatisierungen annulliert.
Sollten die Kredite nicht zurückgezahlt werden, würden diese öffentlichen Vermögenswerte verpfändet werden. Alle Einnahmen der strategisch wichtigen Brücken und Autobahnen würden ins Ausland an ausländische Finanzinstitute abfließen. Die enormen Zinslasten, die an die Kreditinstitute zu zahlen sind, würden durch drastische Erhöhungen der Mautgebühren auf die Schultern der Bürger geladen. Dieser Privatisierungsplan ist ein Verrat an der Zukunft des Vaterlandes.“