CHP-Chef Özgür Özel: Soma-Prozess muss neu aufgerollt werden

Anlässlich des 10. Jahrestages der Minenkatastrophe von Soma erklärte CHP-Chef Özgür Özel: „Der Soma-Prozess muss neu aufgerollt werden. Wenn Soma nicht neu verhandelt wird, wenn dieser verfassungswidrige Eingriff in die Justiz nicht gesehen wird, dann wird es in der Türkei keine Normalisierung geben. Wenn ich das Blut von Soma ungesühnt lasse, werde ich nicht in Frieden ruhen können.“

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Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel erklärte, dass der Prozess zur Minenkatastrophe von Soma, die sich am 13. Mai 2014 ereignete, neu aufgerollt werden müsse.

Bei einem Besuch der Stadtverwaltung von Soma zum 10. Jahrestag der Katastrophe betonte Özel, dass man gemeinsam einen großen Schmerz im Bezirk durchlebt habe und zusammen mit den Familien aus Soma trauere.

Er merkte an, dass er den Familien auch bei ihrer Suche nach Gerechtigkeit zur Seite stehe. Er habe 87 Verhandlungstage gemeinsam mit den Angehörigen verfolgt und stellte fest, dass der Prozess abgeschlossen wurde, ohne dass die Verantwortlichen die verdiente Strafe erhalten hätten, während die Verfahren gegen Beamte erst jetzt begännen.

Özel betonte, dass sie die Gerechtigkeit bis zum Ende verfolgen würden, und sagte: „Der Soma-Prozess muss neu aufgerollt werden. Wenn Soma nicht neu verhandelt wird, wenn dieser verfassungswidrige Eingriff in die Justiz nicht gesehen wird, dann wird es in der Türkei keine Normalisierung geben. Wenn ich das Blut von Soma ungesühnt lasse, werde ich nicht in Frieden ruhen können. Wenn Özgür Özel die Augen für immer schließt, bevor Gerechtigkeit für Soma geübt wurde – was er nicht kann –, dann wird er nicht in Frieden gehen.“

Özel erklärte, dass sie die Gewährleistung der Gerechtigkeit im Soma-Prozess als eine Schuld gegenüber Hüseyin Bayramoğlu betrachteten, der im Bezirk unter dem Spitznamen „Ecevit“ bekannt ist und stets eine türkische Flagge bei sich trägt. Er fügte hinzu:

„Dies ist unsere Gewissensschuld gegenüber Ecevit und gegenüber Soma. Wenn ich ihn ansehe, sehe ich das Andenken der 301 Bergleute. Ich sehe ihre Mütter. Ich sehe ihre Kinder. Wir werden den Schmerz von Soma auch in Zukunft nicht vergessen und wir werden Rechenschaft fordern. Von nun an werden sich die Dinge in Soma verbessern. Wir haben Soma bereits jemandem anvertraut, der diese Arbeit am besten kann und der dieses Thema so tief empfindet wie ich.“