Erklärung von CHP-Politiker Emir zu Murat Çalık: „Er wurde notfallmäßig zur Computertomographie gebracht, das ist mittlerweile ein klarer Anschlag auf das Leben“

Der Bürgermeister von Beylikdüzü, Murat Çalık, der im Rahmen der Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul inhaftiert wurde und im Atatürk-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus der İzmir Kâtip Çelebi Universität behandelt wird, wurde zum zweiten Mal einer Computertomographie unterzogen.

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Çalık, der in der Vergangenheit zweimal wegen Krebs behandelt wurde, hatte letzte Woche unter Verweis auf die lebensbedrohlichen Bedingungen in der Haftanstalt einen Antrag auf Haftentlassung gestellt, woraufhin er zur Untersuchung in das Atatürk-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus der İzmir Kâtip Çelebi Universität gebracht wurde.

Bezüglich seines Gesundheitszustands hatte seine Ehefrau Zehra Evin Çalık erklärt: „Die Untersuchungen dauern an; sollte der Krebs in diesem Alter erneut ausbrechen, könnte er das möglicherweise nicht verkraften.“

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Murat Emir äußerte sich in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account wie folgt:

„Unser Bürgermeister von Beylikdüzü, Murat Çalık, bei dem Leukämie diagnostiziert wurde, wurde von seiner Familie und seinen Ärzten getrennt und in das Gefängnis in İzmir gesperrt!

Nach seiner Operation wurde er nun notfallmäßig zur Computertomographie gebracht!

Das ist keine bloße Ungerechtigkeit mehr, das ist ein klarer Anschlag auf das Leben! Während Angeklagte des Madımak-Massakers und IS-Mitglieder unter dem Vorwand ihres ‚Gesundheitszustands‘ freigelassen werden, wird ein durch das Volk gewählter Bürgermeister, der sich in Krebsbehandlung befindet, zum Tode verurteilt!

Das ist Feindstrafrecht! Das ist gewissenlos! Es liegt kein rechtskräftiges Urteil vor! Selbst der Tatvorwurf ist äußerst schwach!

Das Rechtssystem dieses Landes hat sich mittlerweile in ein Folterinstrument verwandelt, das nur noch für den Palast arbeitet!

Als Ekrem İmamoğlu in seinem Brief von gestern sagte, dass unsere Sicherheit nicht gewährleistet sei, meinte er genau das. Yılmaz Tunç, Sie sprechen immer noch von ‚Rechtsstaatlichkeit‘ und ‚Justizreform‘! Aber Sie entziehen einem Krebspatienten das Recht auf Behandlung! Worauf warten Sie noch bei der Haftentlassung?“