CHP-Politiker Karabat kritisiert AKP: 'Vollgas bei den Zinsen, Schlag gegen die Demokratie'

Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Özgür Karabat hat scharf auf die Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses der Zentralbank vom 17. April 2025 sowie auf die am 19. März gegen CHP-geführte Kommunen eingeleiteten Operationen reagiert. Karabat erklärte, dass die Zinserhöhungen und die rechtswidrigen Maßnahmen ein Spiegelbild des Zusammenbruchs der Wirtschafts- und Demokratiepolitik der AKP seien.

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Mit der Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses (PPK) der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) wurde der einwöchige Repo-Zinssatz um 350 Basispunkte angehoben; der Übernacht-Kreditzins stieg von 46 auf 49 Prozent, der Einlagenzins von 41 auf 44,5 Prozent.

'DIE ZECHE ZAHLT DAS VOLK'

Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Özgür Karabat bezeichnete diese Entscheidung als das „unvermeidliche Ergebnis der 22-jährigen verfehlten Wirtschaftspolitik der AKP“ und betonte, dass die Kosten dafür von Arbeitnehmern, Gewerbetreibenden und Landwirten getragen würden.

„Der Palast hat das Volk jahrelang mit der Behauptung getäuscht, man sei gegen Zinsen, doch heute erreichen die Zinsen Rekordwerte. Während die Inflation bei 50 Prozent liegt, die türkische Lira entwertet ist und die Kaufkraft der Bürger am Boden liegt, zeichnet die Regierung ein rosiges Bild. Diese Zinserhöhung ist ein Eingeständnis der Hilflosigkeit und Visionslosigkeit der AKP“, sagte er.

'DER PREIS FÜR DEN PUTSCH VOM 19. MÄRZ'

Karabat erklärte, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch nicht nur auf Renten- und Günstlingspolitik zurückzuführen sei, sondern auch auf eine Regierungsauffassung, die die Demokratie ins Visier nehme.

Karabat bezeichnete die am 19. März gegen den Bürgermeister der Stadt Istanbul (IBB), Ekrem İmamoğlu, und andere CHP-geführte Kommunen eingeleiteten rechtswidrigen Operationen als „Schlag gegen die Demokratie“ und sagte: „Unsere durch das Votum des Volkes gewählten Kommunalverwaltungen werden durch Lügen und Verleumdungen diskreditiert, um ihre Arbeit zu behindern. Während Ekrem İmamoğlu daran arbeitet, Istanbul zu einer Weltstadt zu machen, kann die AKP ihre Niederlage an der Wahlurne nicht verdauen.“

'WAS IST AUS EUREM VERSPRECHEN GEWORDEN, DAS LAND NACH OBEN ZU BRINGEN?'

Karabat richtete scharfe Fragen an die AKP: 'Was ist aus eurem Widerstand gegen die Zinslobbys geworden? Wo ist das versprochene Wirtschaftswunder? Ihr habt aus der Krise von 2001 nichts gelernt, den Zusammenbruch von 2018 bis 2022 ignoriert und jetzt erstickt ihr das Volk im Jahr 2025 mit Zinsen, Preiserhöhungen und Rechtswidrigkeit! Mit dem währungsgeschützten Einlagenmodell habt ihr Ressourcen an Günstlinge umgeleitet, die Unabhängigkeit der Zentralbank zerstört und das Leistungsprinzip abgeschafft. Das Ergebnis: Eine Spirale aus Teuerungen, Unterdrückung und Zinsen.'

'NEUWAHLEN SIND UNERLÄSSLICH'

Karabat betonte, dass die CHP diesem düsteren Bild ein Ende setzen werde, und unterstrich die Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen: 'Für den Wohlstand unseres Volkes, für eine gerechte Wirtschaft und eine echte Demokratie werden wir dieses Land mit kompetenten Kadern sowie einer transparenten und rechenschaftspflichtigen Verwaltung wieder aufbauen. Wir werden die Macht des Volkes gegen die Krisenpolitik der AKP, das System der Rentenwirtschaft und diese schiefe Ordnung, die sich den Zinslobbys ergeben hat, etablieren.'