Die Strategie der CHP für Nachwahlen sorgt für Aufsehen: 22 Abgeordnete bereiten sich auf Rücktritt vor

Der Nachdruck von CHP-Parteichef Özgür Özel auf Nachwahlen bringt die Debatte über die Urnen erneut in das Parlament. Es ist geplant, durch den Rücktritt von 22 Abgeordneten den Prozess für Nachwahlen in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) in Gang zu setzen.

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CHP-Parteichef Özgür Özel kündigte an, dass er in den kommenden Tagen den Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş besuchen werde, um das Thema Nachwahlen zu erörtern. Özel erklärte: „Wir werden einen sehr ambitionierten Vorstoß unternehmen. Wir befinden uns in Tagen, in denen die Verfassung Nachwahlen vorschreibt.“ Auf die Frage von Journalisten, „Was meinen Sie damit?“, antwortete er: „Das werden wir an jenem Tag bekannt geben.“ Özel betonte zudem, dass alle notwendigen Schritte unternommen würden, um die Wahlurnen aufzustellen.

AUFFÄLLIGE BEHAUPTUNG IN DEN ANKARAER KULISSEN

Özels Äußerungen führten in den politischen Kreisen Ankaras zu unterschiedlichen Interpretationen. Laut einem Bericht von Sözcü wurde dieser Vorstoß als „ein Manöver bewertet, durch die Leerung von 30 Sitzen im Parlament Nachwahlen zu erzwingen“.

KRITISCHE ZAHL FÜR NACHWAHLEN: 30 SITZE

In der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) sind derzeit 8 Sitze vakant. Gemäß Artikel 78 der Verfassung muss diese Zahl 30 erreichen, damit Nachwahlen stattfinden können. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die erforderliche Anzahl erreicht werden könnte, wenn 22 CHP-Abgeordnete zurücktreten. Sollte das Parlament diesen Zustand akzeptieren, ist vorgesehen, den Wahlprozess innerhalb von 3 Monaten einzuleiten.

DEBATTE ÜBER DIE „PARTEI, DIE VOR DER WAHLURNE FLÜCHTET“

In den politischen Kreisen wird zudem die Einschätzung geäußert, dass Parteien, die im Falle eines möglichen Rücktrittsprozesses mit Nein stimmen, in die Position einer „wahlurnenfeindlichen“ Partei geraten könnten. Özel, der zuvor den AKP-Parteichef und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit den Worten „Wenn du keine Angst hast, bring die Wahlurne“ aufgefordert hatte, sagte: „Es gibt auch eine Haltung, die der Parlamentspräsident bezüglich der Nachwahlen einnehmen muss.“