CHP-Vorsitzender Özgür Özel spricht bei CNN International über die Verhaftung von İmamoğlu: 'Erdoğan hat keine Macht mehr'

Die Verhaftung des Bürgermeisters von Istanbul (İBB) und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu hat auch in der Weltpresse für Schlagzeilen gesorgt. Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel sprach bei dem US-amerikanischen Sender CNN International mit Christiane Amanpour.

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Özel betonte, dass es in der Türkei kein Vertrauen mehr in die Justiz gebe, und sagte: "Erdoğan ist seit 22 Jahren an der Macht. Aber er hat keine Macht mehr. Der Aufstieg und die Popularität von İmamoğlu sind offensichtlich."

Die bekannte Moderatorin Christiane Amanpour teilte das Programm, in dem Özel die aktuellen Entwicklungen bewertete, auf ihrem Social-Media-Account. Hier sind die wichtigsten Punkte aus Özeis Rede:

In der Türkei gibt es keine Gerechtigkeit, und sie ist nicht fair. Gleichzeitig ist sie auch nicht unabhängig. Ekrem İmamoğlu ist unser Präsidentschaftskandidat. Wir sind die von Atatürk gegründete Republik Türkei. Freiheit und Unabhängigkeit liegen uns im Blut.

'DER AUFSTIEG VON İMAMOĞLU IST OFFENSICHTLICH'

Erdoğan ist seit 22 Jahren an der Macht. Aber er hat keine Macht mehr. Am 31. März ist er auf den Status der zweitstärksten Partei zurückgefallen. Der Aufstieg und die Popularität von İmamoğlu sind offensichtlich. Ich kann nicht behaupten, dass die Gerichte in der Türkei unabhängig sind. Nur 18 % der Bevölkerung sagen, dass es eine unabhängige Justiz gibt. Wenn İmamoğlu nicht kandidiert hätte, wäre ihm so etwas nicht passiert.

'WIR UNTERSTÜTZEN DAS NATO-BÜNDNIS'

Wir arbeiten für unser Land und verteidigen die Interessen unseres Landes. Wir unterstützen die Integration unseres Landes in den Westen und ein starkes Bündnis mit der NATO. Doch alles, was geschieht, stellt ein Hindernis dafür dar und treibt die Türkei auf einen rechtswidrigen Weg.

Die Hauptmotivation von 10 Millionen Menschen in 81 Provinzen ist der Glaube an Gerechtigkeit und Demokratie. Die Menschen verteidigen ihre Rechte. Unsere Beziehungen zu den USA, der EU oder anderen demokratischen Ländern sollten in Form eines offenen Dialogs fortgesetzt werden. Bilaterale Beziehungen sind wichtig und liegen im Interesse beider Seiten.