Botschaft von CIA-Direktor Burns zu Nahost und China: 'In den letzten 40 Jahren...'
Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, William Burns, schrieb in einem Beitrag für das amerikanische außenpolitische Magazin Foreign Affairs über den Nahen Osten: "Ich habe den Großteil der letzten 40 Jahre im Nahen Osten oder mit der Beschäftigung mit dieser Region verbracht, und selten habe ich den Nahen Osten so komplex und explosiv erlebt." Burns erklärte zudem, dass man China als Bedrohung betrachte.
AA
CIA-Direktor William Burns teilte in einem Artikel für das amerikanische außenpolitische Magazin Foreign Affairs mit dem Titel "Spionage und Staatskunst: Die Transformation der CIA für ein Zeitalter des Wettbewerbs" seine Ansichten zu vielen grundlegenden Themen der internationalen Beziehungen.
Burns betonte, dass der Prozess mit ernsthaften Schwierigkeiten verbunden sei, und wies darauf hin, dass man vor äußerst schwierigen Problemen stehe, wie etwa der Verringerung der Intensität israelischer Angriffe in Gaza, der Deckung der humanitären Bedürfnisse palästinensischer Zivilisten, der Sicherstellung der Freilassung von Geiseln, der Verhinderung einer Ausweitung des Konflikts auf die Region und der Suche nach einer tragfähigen Formel für Gaza.
NAHOST-GESTÄNDNIS
Burns merkte an, dass die Spannungen, die mit den Hamas-Angriffen am 7. Oktober begannen und mit den anhaltenden israelischen Massakern in Gaza fortbestehen, nicht nur die Region, sondern das gesamte globale System betreffen. Er drückte die Sensibilität des Prozesses mit den Worten aus: "Ich habe den Großteil der letzten 40 Jahre im Nahen Osten oder mit der Beschäftigung mit dieser Region verbracht, und selten habe ich den Nahen Osten so komplex und explosiv erlebt."
Zur regionalen Gleichung zwischen Iran und Israel bewertete Burns: "Der Schlüssel zur Sicherheit Israels und der Region liegt im Umgang mit dem Iran. Das iranische Regime ist in der aktuellen Krise gestärkt worden und scheint bereit zu sein, bis zum letzten regionalen Stellvertreter zu kämpfen."
KOMMENTAR ZUR UKRAINE
Burns betonte, dass die Unterstützung der USA und des Westens für die Ukraine lebenswichtig sei, und bewertete das im US-Kongress feststeckende Unterstützungspaket für die Ukraine wie folgt: "In dieser kritischen Phase wäre es für die USA historisch gesehen ein Eigentor, einen Rückzieher zu machen und die Unterstützung für die Ukraine einzustellen."
Burns argumentierte, dass Russland den Krieg in der Ukraine auf mehreren Ebenen verloren habe, und stellte fest, dass die russische Armee schwere Verluste erlitten habe und die Wirtschaft Schaden genommen habe.
Der CIA-Direktor verglich die aktuelle Lage der USA mit der Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges oder der Zeit nach dem 11. September und erklärte, dass die USA gegenüber China und Russland keine "konkurrenzlose Überlegenheit" mehr besäßen.
DIE CHINA-'BEDROHUNG'
Der CIA-Direktor äußerte: "Die unmittelbarste Herausforderung mag von Russland ausgehen, aber China ist langfristig eine größere Bedrohung." Er berichtete, dass sich der Geheimdienst in den letzten Jahren ernsthaft darauf eingestellt habe und eine Einheit gegründet habe, die sich ausschließlich auf China konzentriere.
Burns erklärte, dass Peking den Krieg in der Ukraine am genauesten verfolge, und bewertete: "China ist der einzige Rivale der USA, der die Absicht hat, die internationale Ordnung neu zu gestalten, und über die wirtschaftliche, diplomatische, militärische und technologische Macht verfügt, dies zu tun."
Burns argumentierte, dass der Aufstieg Chinas an sich kein Problem sei, sondern das eigentliche Problem die "bedrohlichen" Handlungen Pekings seien. Er stellte fest, dass der chinesische Präsident Xi Jinping nicht nur auf die transformative Kraft seines Landes fokussiert sei, sondern mit der Absicht, das internationale System "neu zu schreiben", größere Schritte unternehme.