Das Gehalt der Mindestlohnempfänger schmolz dahin, bevor es überhaupt in der Tasche landete: 'Dies ist eine Katastrophe der Lebenshaltungskosten'
Die CHP-Abgeordnete für Mersin, Gülcan Kış, erklärte, dass sich die Türkei in einer tiefen "Existenzkrise" befinde, und übte scharfe Kritik an der Regierung angesichts explodierender Kreditkartenschulden und einer Agrarpolitik, die von Importen abhängig ist.
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Die CHP-Abgeordnete für Mersin, Gülcan Kış, betonte in einer schriftlichen Erklärung, dass die Wirtschaftsdaten Alarm schlagen. Unter Verweis auf Daten der Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) erklärte Kış, dass das Kreditvolumen innerhalb eines Jahres auf 25,5 Billionen Lira gestiegen sei und die Summe der notleidenden Kredite 703 Milliarden Lira erreicht habe. Sie sagte, dass Mindestlohnempfänger und Rentner bereits an ihre Schulden denken würden, noch bevor sie ihr Gehalt erhalten. Kış betonte, dass die wahre Agenda der Türkei der "Brand in der Küche" (die hohe Inflation bei Lebensmitteln) sei und sagte: "Dieses Bild ist keine Wirtschaftskrise, sondern direkt eine Katastrophe der Lebenshaltungskosten."
DIE OPFER DER WIRTSCHAFTSORDNUNG SIND LANDWIRTE UND GERINGVERDIENER
Kış argumentierte, dass die Agrarimporte im Wert von 6,4 Milliarden Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres einen "strategischen Zusammenbruch" für die Türkei darstellten und erklärte, dass die heimischen Erzeuger an den Rand des Ruins getrieben worden seien. Sie kritisierte scharf, dass die Türkei, ein Zentrum für Zitrusfrüchte, Orangen aus dem Iran importiere, Weizen aus den im Krieg befindlichen Ländern Russland und der Ukraine beziehe und das als "Teeland" bezeichnete Land Tee aus Sri Lanka und Kenia einführe. Kış wies darauf hin, dass die Çukurova ihre Baumwolle verloren habe und nun von den USA und Brasilien abhängig sei. Sie merkte an, dass Landwirte ihre Ernte nicht mehr einbringen könnten, da die Kosten nicht gedeckt seien, während die Verbraucher unter den Wucherpreisen in den Supermärkten erdrückt würden.