Das Testament der verstorbenen Alev Alatlı wurde veröffentlicht
Das Testament der Schriftstellerin Alev Alatlı, die aufgrund von multiplem Organversagen verstarb, wurde über ihren Social-Media-Account geteilt.
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Die Schriftstellerin Alev Alatlı, die seit einiger Zeit wegen multiplen Organversagens im Krankenhaus behandelt wurde, ist im Alter von 79 Jahren verstorben.
Es wurde bekannt, dass Alev Alatlı morgen nach dem Mittagsgebet in der Eyüp-Sultan-Moschee auf dem Friedhof der Mihrişah-Valide-Sultan-Moschee beigesetzt wird.
IHR TESTAMENT WURDE VERÖFFENTLICHT
Das Testament von Alev Alatlı wurde über ihren Social-Media-Account geteilt.
"Es ist mein Rat, es ist mein Testament:
Die Sonne geht nicht jeden Tag über einer vollkommeneren Welt auf. Die Geschichte ist keine gerade Linie, die sich von Ewigkeit zu Ewigkeit erstreckt, sondern ein zyklisches Geschehen. Es gibt Tage, an denen der Letzte weiter ist als der Erste. Aristarchos ist fortschrittlicher als der Revolutionär Martin Luther, der Kopernikus einen „aufstrebenden Astrologen“ nannte. Ahmed Yesevi steht weit über Kadızade Mehmet. Stärkt eure Befestigungen, verwandelt schwierige Zeiten in Chancen. Wenn ihr mein Alter erreicht, seid weiser, verständiger, aufrechter, vertrauenswürdiger, standhafter und entschlossener, als ich es jemals sein konnte.
Was unser geliebtes Land betrifft: Wenn ihr es unbedingt mit etwas vergleichen wollt, dann vergleicht die Türkei mit einem wild wuchernden Brombeerstrauch, der aus jedem Knoten neue Triebe schlägt. Seht, wie ein Trieb blüht, während ein anderer vertrocknet und ein dritter Früchte trägt. Hängt euch nicht an einem einzigen Trieb auf, gewöhnt euch an, das Ganze zu betrachten. Vergesst nicht, dass die Türkei mit einem simplen Verstand nicht zu begreifen ist, sich nicht mit Zirkel und Lineal messen lässt und eine ganz eigene Identität besitzt. Sie geht nicht unter. Sollte sie untergehen, würden die Ozeane überlaufen. Da wir die letzten Vertreter einer Zivilisation sind, deren Erhalt für das Wohl des Planeten unerlässlich ist, sollte die einzige „Realität“, die uns aufhalten könnte, die Möglichkeit sein, dass die abkühlende Sonne unsere Welt im Stich lässt."