Debatte um das Amt des Mufti: Niemand außer dem Mufti darf auf dem Fatwa-Stuhl sitzen

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Mil-Diyanet Sen, Celaleddin Gül, äußerte sich zu einem Foto, das vom Provinzmuftiat Sinop geteilt wurde und auf dem ein "stellvertretender Praktikanten-Gouverneur" auf dem Dienststuhl des Provinzmuftis zu sehen ist, mit den Worten: "Niemand außer dem Mufti darf auf dem Fatwa-Stuhl sitzen."

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Nachdem das Foto in der Öffentlichkeit bekannt wurde, erklärte Gül, dass nach staatlichen Gepflogenheiten nur der Präsident für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) oder der Gouverneur, der als Vorgesetzter des Provinzmuftis fungiert, auf dem Dienststuhl des Provinzmuftis sitzen dürfe.

Gül argumentierte, dass die Nutzung des Dienststuhls durch Bezirksgouverneure (Kaymakam), stellvertretende Gouverneure, stellvertretende Praktikanten-Gouverneure oder andere Beamte im Hinblick auf staatliche Traditionen und Protokollregeln unangemessen sei.

Unter Hinweis auf das spirituelle Gewicht und das institutionelle Ansehen, das das Amt des Mufti repräsentiert, betonte Gül, dass auch viele Gouverneure nach dem Grundsatz handelten, dass "niemand außer dem Mufti auf dem Fatwa-Stuhl sitzen darf".

Gül betonte, dass es bei diesem Thema unabhängig von den beteiligten Personen um das Ansehen des Amtes gehe, und sagte: "Als Gewerkschaft halten wir solche Bilder, die das Ansehen des Mufti-Amtes schädigen, für nicht korrekt und fordern alle Institutionen dazu auf, sich gemäß den staatlichen Traditionen und der Sensibilität des Protokolls zu verhalten."