Reaktion von DEM-Abgeordnetem Cengiz Çandar auf 'Demirtaş-Einspruch': Der Prozess wurde verletzt

Der DEM-Abgeordnete Çandar äußerte sich auf seinem Social-Media-Account zum Vorgehen der Türkei, einen Tag vor Ablauf der Frist Einspruch gegen das EGMR-Urteil zu Selahattin Demirtaş einzulegen.

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Çandar äußerte sich zu dem Prozess, der nach dem Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli an den PKK-Anführer Abdullah Öcalan begann und in der Öffentlichkeit als "2. Lösungsprozess" bezeichnet wird, wie folgt: "Mit dem Einspruch gegen das EGMR-Urteil zu Selahattin Demirtaş einen Tag vor Ablauf der Frist wurde: 1. Böswilligkeit offenbart; 2. die Gefühle der kurdischen Bürger und der türkischen Öffentlichkeit missachtet und 3. am wichtigsten: der 'Prozess', der große Hoffnungen auf inneren Frieden geweckt hatte, ernsthaft verletzt."

Die Türkei hat beantragt, dass das vom 2. Senat des EGMR gefällte Urteil zum ehemaligen HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş von der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte erneut geprüft wird.

Die Frist für den Antrag bezüglich des Urteils zu Demirtaş endete am 8. Oktober. Demirtaş war im Kobane-Prozess wegen 6 verschiedener Straftaten zu 42 Jahren Haft verurteilt worden.

Der Social-Media-Beitrag von Cengiz Çandar lautet wie folgt:

"Mit dem Einspruch gegen das EGMR-Urteil zu Selahattin Demirtaş einen Tag vor Ablauf der Frist wurde: 1. Böswilligkeit offenbart; 2. die Gefühle der kurdischen Bürger und der türkischen Öffentlichkeit missachtet und 3. am wichtigsten: der 'Prozess', der große Hoffnungen auf inneren Frieden geweckt hatte, ernsthaft verletzt."