DEM-Partei fordert AKP zum Handeln auf: 'Sie muss sich beeilen'
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, äußerte sich zum sogenannten zweiten Öffnungsprozess für eine Türkei ohne Terror. Sie betonte, dass die AKP sich beeilen müsse, und erklärte: „Die Regierung muss endlich erkennen, dass wir es hier nicht mit einem Thema zu tun haben, das sich über Tage oder Monate hinziehen kann. Wir müssen unterstreichen, dass es unmöglich ist, den Prozess ohne einen rechtlichen Rahmen und ohne Garantien fortzusetzen.“
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Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, hielt in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) eine Pressekonferenz ab. Koçyiğit äußerte sich zur aktuellen politischen Lage und richtete einen Appell an die Regierung bezüglich des zweiten Öffnungsprozesses.
Koçyiğit betonte, dass das Parlament eine aktive Rolle übernehmen, die politischen Parteien ihre Verantwortung verstärken und eine Rechtsordnung geschaffen werden müsse, die alle Teile der Gesellschaft einbezieht, um eine „demokratische Integration“ zu verwirklichen.
Sie wies darauf hin, dass die Stärkung der demokratischen Politik, die Beseitigung von Hindernissen für die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie die Absicherung dieser Rechte grundlegende Elemente für einen gesunden Fortschritt des Prozesses seien. Koçyiğit bewertete die Situation wie folgt: „Die Ursache für viele der Krisen, die wir heute erleben, liegt im Fehlen eines demokratischen Rechtsstaats.“
Koçyiğit erklärte, dass die sich bietende Gelegenheit nicht vertan werden dürfe, und setzte ihre Ausführungen mit folgenden Worten fort:
„Die Regierung muss sich beeilen. Sie muss endlich erkennen, dass wir es hier nicht mit einem Thema zu tun haben, das sich über Tage oder Monate hinziehen kann. Wir müssen unterstreichen, dass es unmöglich ist, den Prozess derzeit ohne einen rechtlichen Rahmen und ohne Garantien fortzusetzen. Wie auch der Kommissionsbericht aufzeigt, müssen wir betonen, dass die Friedensgesetze schnellstmöglich ins Parlament eingebracht und verabschiedet werden müssen. Wir müssen zum Ausdruck bringen, dass es unmöglich ist, die Bedingungen für das Voranschreiten dieses Prozesses zu schaffen, ohne die Gesetze zu erlassen, die den Prozess der Waffenabgabe erleichtern und die Teilnahme derjenigen, die die Waffen niederlegen, am politischen und sozialen Leben ermöglichen.“