Demirtaş ruft zur Gründung einer Lösungskommission im türkischen Parlament auf

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, übermittelte eine Botschaft von Selahattin Demirtaş, den sie im Gefängnis von Edirne besuchte.

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Eine Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM-Partei) hat heute den ehemaligen HDP-Ko-Vorsitzenden Selahattin Demirtaş im Gefängnis besucht. Die Parteimitglieder kündigten an, in den kommenden Tagen auch Figen Yüksekdağ besuchen zu wollen.

TREFFEN IM GEFÄNGNIS

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, und der Istanbuler Abgeordnete Cengiz Çiçek trafen sich im Gefängnis von Edirne mit Selahattin Demirtaş. Nach dem Gespräch fand um 14.00 Uhr vor dem Gefängnis eine Pressekonferenz statt.

Hatimoğulları äußerte sich in ihrer dortigen Rede wie folgt:

"Der Kobane-Schauprozess bleibt ein dunkler Fleck in der Geschichte der Türkei. Unsere Freunde sitzen seit Jahren zu Unrecht und unter Missachtung des Rechts im Gefängnis. Unsere im Kobane-Prozess inhaftierten Freunde müssen unverzüglich freigelassen werden. Mit dem Aufruf von Herrn Abdullah Öcalan befindet sich die Türkei nun in einer völlig neuen Ära. In diesen Tagen, in denen die Waffen schweigen und über Demokratie gesprochen werden sollte, ist die Umsetzung der EGMR-Urteile von entscheidender Bedeutung. Dies würde das Vertrauen in der Gesellschaft stärken. Die demokratische Politik darf nicht zum Schweigen gebracht werden. Die Justiz darf kein Knüppel der Politik sein; leider wird die Justiz seit langem als politisches Instrument gegen die Opposition eingesetzt. Hören Sie auf, die Justiz als politischen Knüppel zu benutzen. Der liebe Selahattin Demirtaş und die liebe Figen Yüksekdağ, die im Kobane-Schauprozess inhaftiert sind, müssen sofort freigelassen werden."

DEMİRTAŞ' BOTSCHAFT VERLESEN

Nach dem Besuch teilte Hatimoğulları die Botschaft von Selahattin Demirtaş mit der Öffentlichkeit:

"Wir hoffen und wünschen, dass die Lösungskommission des Parlaments eine mutige Entscheidung trifft und sich so bald wie möglich mit Herrn Abdullah Öcalan trifft. Denn der 50-jährige Konflikt geht grundlegend und dauerhaft zu Ende. 50 Jahre lang standen Sicherheitspolitiken bei diesem Thema im Vordergrund, und als Ergebnis hat dieses Land leider Zehntausende seiner jungen Menschen verloren. Jetzt muss das versucht werden, was bisher nicht versucht wurde. Und die Abgeordneten sollten, wenn nötig, politische Risiken eingehen und für den Frieden nach Imralı reisen."