Der Große Angriff wurde heute vor 103 Jahren mit einem Sieg gekrönt
Der Große Angriff, der Wendepunkt des unter der Führung von Oberbefehlshaber Mustafa Kemal Pascha geführten Nationalen Befreiungskrieges, endete heute vor 103 Jahren, am 30. August 1922, mit einem Sieg. Dieser große Triumph ebnete den Weg für die Gründung der Republik Türkei.
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Nach dem Sieg in der 22 Tage und 22 Nächte dauernden Schlacht am Sakarya mobilisierte sich die türkische Armee ein Jahr lang, um sich auf den letzten Schlag vorzubereiten, der die griechische Besatzung vollständig aus Anatolien vertreiben sollte. Mängel wurden mit begrenzten Mitteln behoben, alle Ressourcen wurden der Armee zur Verfügung gestellt. Trotz der Ungeduld im Parlament entschied sich Mustafa Kemal Pascha zu warten und erklärte: „Ein Angriff mit halber Vorbereitung ist schlimmer als gar kein Angriff.“
Der am Morgen des 26. August 1922 von Afyon Kocatepe aus geleitete Große Angriff endete am 30. August mit einem entscheidenden türkischen Sieg. Der Befehl von Mustafa Kemal Pascha an die zersplitterte griechische Armee: „Armeen, euer erstes Ziel ist das Mittelmeer, vorwärts!“, ging in die Geschichte ein. Am 9. September zog die türkische Armee in Izmir ein, und am 18. September hatten die griechischen Streitkräfte Anatolien vollständig verlassen.
DER WEG ZUR REPUBLIK
Nach dem Großen Sieg begann der diplomatische Prozess. Am 24. Juli 1923 wurde der Vertrag von Lausanne unterzeichnet, am 29. Oktober 1923 wurde die Republik ausgerufen. Mustafa Kemal Atatürk wurde der erste Präsident der Türkei. Der 30. August wird seit 1924 als Tag des Sieges gefeiert und ist seit 1926 im ganzen Land ein offizieller Feiertag.
VENIZELOS' NOBELPREIS-NOMINIERUNG FÜR ATATÜRK
Die Anführer der Parteien, die sich auf dem Schlachtfeld gegenüberstanden, trafen sich in der Friedenszeit am diplomatischen Verhandlungstisch. Der griechische Ministerpräsident Eleftherios Venizelos kam 1930 nach Ankara und unterzeichnete mit Atatürk und İsmet İnönü den türkisch-griechischen Freundschaftsvertrag.
In einem Brief an das Nobelkomitee im Jahr 1934 schlug Venizelos Atatürk für den Friedensnobelpreis vor. In seinem Schreiben hieß es: „Dass die Türkei, die nach der kleinasiatischen Katastrophe als respektabler Nationalstaat wiedergeboren wurde, die von uns aufrichtig ausgestreckte Hand der Freundschaft annahm, war die Grundlage für den Frieden zwischen unseren Völkern. Die Person, die den wertvollsten Beitrag zur Sicherung dieses Friedens geleistet hat, ist Mustafa Kemal Pascha.“
DAS ERBE DES 30. AUGUST
Heute nimmt der vor 103 Jahren errungene Große Sieg seinen Platz in der Geschichte nicht nur als militärischer Erfolg ein, sondern als Fundament für Unabhängigkeit, Freiheit und die Republik.