Der Kreis zieht sich im „Fatih-Terim-Fonds“-Skandal enger: „Zeugenbrief aus dem Gefängnis eingetroffen“
Nach der Verhaftung von Seçil Erzan in dem Fall, der in der Öffentlichkeit als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannt ist, erreichte die Staatsanwaltschaft ein Zeugenbrief aus dem Gefängnis. Der Zeuge erklärte: „Auch der stellvertretende Generaldirektor war Teil des Systems“.
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Nach der Verhaftung der ehemaligen Denizbank-Filialleiterin Seçil Erzan in dem Fall, der in der Öffentlichkeit als „Fatih-Terim-Fonds“ bekannt ist – ein auf Devisen basierendes System mit hohen Zinsversprechen –, hat sich ein Zeuge, der anonym bleiben möchte, an die Staatsanwaltschaft gewandt.
ZEUGENBRIEF AN DIE STAATSANWALTSCHAFT
Wie Can Bursalı von Gazete Duvar berichtet, sandte der Zeuge, der wegen der Herstellung gefälschter Bank- oder Kreditkarten, der Erlangung von Vorteilen durch gefälschte Karten und Betrugs unter Verwendung von IT-Systemen zu 26 Jahren Haft verurteilt wurde, am 8. Mai einen handschriftlichen Hinweisbrief aus dem Gefängnis an die Staatsanwaltschaft.
AUCH DER STELLVERTRETENDE GENERALDIREKTOR WAR INVOLVIERT
Aufgrund dieses Schreibens forderte die Staatsanwaltschaft die Justizvollzugsanstalt, in der der Zeuge inhaftiert ist, auf, die notwendigen Vorbereitungen für eine Aussage per SEGBİS (Video-Konferenzsystem) zu treffen. In seiner Aussage, die am 18. Mai – kurz nach Erzans Verhaftung – von der Staatsanwaltschaft aufgenommen wurde, behauptete der Zeuge, dass B.O., der als Filialleiter in einer Denizbank-Niederlassung in Izmir tätig war, und der stellvertretende Generaldirektor der Denizbank, T.K., gemeinsam gehandelt hätten.
BEHAUPTUNG ÜBER AUSLANDSTRANSFERS
Der Zeuge gab an, dass „Erzan und B.O. befreundet waren und eine romantische Beziehung zwischen ihnen bestanden haben könnte“. Der Zeuge behauptete zudem, dass B.O., der nach seinen Angaben der Onkel seines Ex-Ehepartners sei, bei Gesprächen in seinem Haus häufig den stellvertretenden Generaldirektor der Bank, T.K., erwähnt habe. Er sagte: „Was ich genau meine, ist, dass B.O., Seçil Erzan und der stellvertretende Generaldirektor namens T. in ein System involviert waren, bei dem sie von Leuten Geld annahmen, plötzlich sehr reich wurden und dieses Geld ins Ausland schafften.“
In der Aussage des Zeugen findet sich zudem die Behauptung, dass Erzan das durch den Betrug vieler Personen erlangte Geld über B.O. ins Ausland geschleust habe.