Dervişoğlu äußert sich zum IMM-Prozess: Warnung an die Opposition

Nach der Fraktionssitzung seiner Partei beantwortete der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, Fragen von Journalisten und erklärte, er halte die Live-Übertragung des IMM-Prozesses für nicht angemessen.

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Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, äußerte sich nach der Fraktionssitzung seiner Partei im türkischen Parlament gegenüber Journalisten auf dem Flur.

Dervişoğlu sprach über den aktuellen IMM-Prozess und erklärte, dass seine Partei Vertreter nach Silivri entsandt habe, um die Verhandlung zu verfolgen. Dervişoğlu sagte: “Wir haben dort beauftragte Kollegen in Silivri. Allen voran unser Vorsitzender für Rechts- und Wahlangelegenheiten, Herr Hakan Şeref Olgun, sowie eine Gruppe unserer Anwaltskollegen verfolgen die Verhandlungen heute in Silivri aus nächster Nähe.”

Dervişoğlu setzte seine Worte wie folgt fort:

“Ich sage es von Anfang an. Diese Ereignisse sind nicht nur als rein juristische Ermittlungen zu betrachten. Sie haben absolut auch politische Dimensionen. Wenn man es aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, sollte man den dort geführten Kampf nicht nur als juristischen Kampf sehen. Für manche wird dieser Kampf als ein Kampf um Persönlichkeit, Würde und Tugend bewertet. Wir betrachten es ebenfalls aus dieser Perspektive.”

Dervişoğlu äußerte sich auch zu den Diskussionen über die Live-Übertragung der Verhandlungen:

"Ich habe meine Ansichten zur Live-Übertragung des Prozesses bereits mehrfach geäußert. Ich halte das nicht für angemessen und glaube, dass die in diesem Bereich getroffenen Maßnahmen als Maßnahmen zugunsten der Angeklagten bewertet werden sollten. Wenn Sie einerseits von einer Anklageschrift sprechen, die auf den Aussagen von Kronzeugen und Verleumdern basiert, dürfen Sie andererseits nicht die Tatsache ignorieren, dass während dieser Live-Übertragungen Szenen geplant und der Nation aufgezwungen werden könnten, die diese Aussagen bestätigen sollen."