Dervişoğlus Äußerungen sorgen für Aufsehen: 'Eine Situation, wie sie Erdoğan nicht besser finden könnte'

Die Aussage des İYİ-Parti-Vorsitzenden Müsavat Dervişoğlu, dass „die Präsidentschaft keine interne Angelegenheit einer Partei ist“, hat für Aufsehen gesorgt. İYİ-Parti-Funktionäre reagierten auf Spekulationen über ein mögliches Bündnis mit der Einschätzung: „Die Präsidentschaftsfrage betrifft 85 Millionen Menschen. Es ist kein Ping-Pong-Spiel zwischen der AKP und der CHP.“

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Während die Debatten über die Entscheidung der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), ihren Präsidentschaftskandidaten durch eine Vorwahl zu bestimmen, andauern, hat der Vorsitzende der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, für Aufsehen gesorgt.

In einer Erklärung gegenüber Journalisten nach der Fraktionssitzung seiner Partei sagte Dervişoğlu: „Die Präsidentschaft ist ein grundlegendes Anliegen unserer Nation. Ich halte es weder für angemessen noch für sinnvoll, dies als interne Angelegenheit einer Partei zu behandeln. Ich verstehe auch nicht, warum diese Diskussionen als Prüfstein für all die negativen Entwicklungen definiert werden, die wir derzeit erleben.“

Diese Worte Dervişoğlus führten zu Interpretationen, er habe „grünes Licht für ein Bündnis mit der CHP gegeben“.

Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, stellten Quellen innerhalb der İYİ Parti klar, dass die auf Basis von Dervişoğlus Worten angestellten Interpretationen nicht zutreffend seien.

Die Funktionäre erklärten: „Die Präsidentschaftsfrage betrifft 85 Millionen Menschen. Es ist kein Ping-Pong-Spiel zwischen der AKP und der CHP. Sie betrifft alle Parteien, ob mit oder ohne Fraktion im Parlament. Es ist kein Thema, das nur über die AKP und die CHP diskutiert werden sollte.“

‘ERDOĞAN WIRD ES ANHEIZEN’

Die Parteimitglieder betonten, dass es „zu früh sei, über Bündnisse zu sprechen“, und bewerten die Bemühungen der CHP zur Kandidatenfindung als problematisch. Ein hochrangiger Parteifunktionär kommentierte: „Die Bürgermeister werden zermürbt. Das ist eine Situation, wie sie die AKP nicht besser finden könnte. Erdoğan wird diese Kandidatendebatte immer weiter anheizen. Es wird Spannung erzeugt.“ Die Funktionäre merkten zudem an, dass die Partei die Entscheidung getroffen habe, „die Opposition nicht zu zermürben“. Die Parteimitglieder betonen, dass sie eine solche Haltung auch von der CHP erwarten.