Detail über Haus mit Ofen bei Erdoğans Iftar-Besuch in Istanbul sorgt für Aufsehen

Beim Iftar-Besuch von Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Haus der Familie Kayacık in Beyoğlu sorgte das Detail, dass in dem besuchten Haus mit einem Ofen statt mit Erdgas geheizt wurde, in den sozialen Medien für Aufmerksamkeit. Dies führte dazu, dass die Aussagen des Ministers für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, während der Haushaltsberatungen im vergangenen Jahr zum Thema Erdgas wieder in Erinnerung gerufen wurden.

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Präsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Ehefrau Emine Erdoğan waren gestern Abend zu Gast im Haus von Miyasa und Ali Kayacık in Istanbul-Beyoğlu, um gemeinsam das Iftar-Mahl einzunehmen. Begleitet wurden sie bei diesem Besuch vom AKP-Provinzvorsitzenden für Istanbul, Abdullah Özdemir, und dessen Ehefrau Nihal Özdemir.

Auf den an die Presse übermittelten Fotos war deutlich zu erkennen, dass in dem Haus ein Ofen zum Heizen verwendet wurde. Dieses Detail löste in den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit verschiedene Diskussionen aus. Insbesondere wurde die Tatsache thematisiert, dass es selbst in einer großen Metropole wie Istanbul noch Haushalte gibt, in denen keine Erdgasinfrastruktur vorhanden ist oder genutzt wird.

JENE AUSSAGE KAM IN DEN SINN

Während der Haushaltsberatungen des Ministeriums für Energie und natürliche Ressourcen im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei im vergangenen November hatte der CHP-Abgeordnete Akay auf die Aussage „In der Küche ist die Gasflasche leer“ mit dem Hinweis reagiert, woraufhin Energieminister Alparslan Bayraktar geantwortet hatte: „Weil sie Erdgas nutzen, ist das nicht nötig.“ Diese Äußerungen von Bayraktar wurden damals von regierungsnahen Medien als „Antwort des Jahres“ bezeichnet. Minister Bayraktar hatte in seiner Haushaltspräsentation zudem behauptet, die Regierung habe Erdgas in alle 81 Provinzen gebracht und umfassende Investitionen in diesem Bereich getätigt.

Die Bilder, die während Erdoğans Iftar-Besuch gestern Abend aufgenommen wurden, zeigten jedoch, dass selbst innerhalb Istanbuls einige Bürger weiterhin in Häusern mit Öfen leben und in ihren Küchen Gasflaschen verwenden. Dies hat eine neue Debatte über die Reichweite und Inklusivität der durchgeführten Energieinvestitionen entfacht.

Nach diesem Besuch von Erdoğan wurden die Auswirkungen der Energiepolitik vor Ort und der Grad der Verbreitung der Erdgasinfrastruktur erneut in der öffentlichen Debatte thematisiert.