Details der Anklageschrift gegen Dilan und Engin Polat bekannt
Für das Ehepaar Dilan und Engin Polat, das seit 8 Monaten wegen des Vorwurfs der Geldwäsche inhaftiert ist, wurde eine Haftstrafe von jeweils bis zu 40 Jahren gefordert. Ihnen werden unter anderem die 'Gründung einer kriminellen Vereinigung', 'Geldwäsche aus Straftaten' sowie Verstöße gegen das Gesetz zur Regelung von Wetten und Glücksspielen bei Fußball- und anderen Sportveranstaltungen vorgeworfen.
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Die Ermittlungen gegen Dilan und Engin Polat sowie deren Angehörige wegen des Vorwurfs der Geldwäsche wurden abgeschlossen.
Die Staatsanwaltschaft Istanbul-Anadolu, Büro für Terror- und organisierte Kriminalität, benannte das Ehepaar Dilan und Engin Polat in der 75-seitigen Anklageschrift für 28 Verdächtige als die kritischsten Akteure.
AUS DER ANKLAGESCHRIFT
Wie Arzu Kaya von der Zeitung Sabah berichtet, wird für Dilan und Engin Polat wegen der 'Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung' eine Haftstrafe von 4 bis 8 Jahren, wegen 'Geldwäsche aus Straftaten' eine Haftstrafe von 9 bis 21 Jahren gefordert,
sowie wegen des 'Verstoßes gegen das Gesetz Nr. 7258 zur Regelung von Wetten und Glücksspielen bei Fußball- und anderen Sportveranstaltungen' im Punkt 'Ermöglichung der Teilnahme an im Ausland veranstalteten sportwettbasierten Glücksspielen über das Internet aus der Türkei' eine Haftstrafe von 4 bis 6 Jahren,
und aufgrund der Straftatbestände der 'Vermittlung des Geldtransfers im Zusammenhang mit festen oder gemeinsamen Wetten oder Glücksspielen auf Basis von Sportveranstaltungen' eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren, was in der Summe für drei verschiedene Straftaten jeweils eine Haftstrafe von 20 bis 40 Jahren bedeutet.
AN DAS GERICHT ÜBERMITTELT
Die erstellte Anklageschrift wurde an das 2. Strafgericht erster Instanz von Istanbul-Anadolu übermittelt. Es wurde mitgeteilt, dass sich die Anklageschrift derzeit im Prüfungsverfahren befindet.
Das Gericht hat gesetzlich 14 Tage Zeit, die Anklageschrift zu prüfen. Sollte sie angenommen werden, wird der Prozess gegen die insgesamt 28 Verdächtigen, von denen sich 5 in Haft befinden, in naher Zukunft beginnen.