Deutschland: Ein Festgenommener nach Brandstiftung in Gebäude mit 4 Todesopfern türkischer Abstammung

Die Polizei Wuppertal hat Details zu dem Brandstiftungsdelikt bekannt gegeben, bei dem 4 bulgarische Staatsbürger türkischer Abstammung ums Leben kamen. Die Behörden teilten mit, dass ein deutscher Staatsbürger unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen wurde.

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Deutschland: Im Zusammenhang mit dem Brand in der Stadt Solingen am 25. März, bei dem 4 Personen türkischer Abstammung mit bulgarischer Staatsbürgerschaft, darunter 2 Säuglinge, ums Leben kamen, wurde die Festnahme des deutschen Staatsbürgers Daniel S. gemeldet, der verdächtigt wird, das Gebäude in Brand gesteckt zu haben.

Auf einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Wuppertal wurden Details zu dem Brandstiftungsdelikt veröffentlicht, bei dem 4 Mitglieder derselben Familie starben und 9 weitere Personen verletzt wurden, zwei davon schwer.

Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt aus Wuppertal erklärte, dass der 39-jährige Tatverdächtige am Montag, dem 8. April, in einen anderen Vorfall verwickelt war, bei dem er eine Person verletzte.

Staatsanwalt Kaune-Gebhardt gab bekannt, dass sich herausgestellt habe, dass es sich bei dieser Person auch um den Tatverdächtigen der Brandstiftung handelt, die zum Tod von 4 Menschen führte.

Kaune-Gebhardt sagte, der Tatverdächtige Daniel S. habe zuvor in dem nun abgebrannten Gebäude gewohnt und sei im Frühjahr 2022 wegen ausstehender Mietzahlungen zwangsgeräumt worden.

Während gegen die Person wegen des Verdachts ermittelt wurde, das Gebäude aus Rache in Brand gesteckt zu haben, sei sie am Montag nach einer Auseinandersetzung, bei der sie ihren 44-jährigen Bekannten schwer verletzte, festgenommen worden, erklärte Kaune-Gebhardt. Der Tatverdächtige habe seinem Bekannten mit einem scharfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen und ihn dabei schwer verletzt.

Kaune-Gebhardt betonte, dass dieser Vorfall in keinem Zusammenhang mit der Brandstiftung vor zwei Wochen stehe.

Unter Hinweis darauf, dass gegen den Tatverdächtigen auch wegen Drogendelikten und anderer Straftaten ermittelt werde, wies Kaune-Gebhardt darauf hin, dass ihnen derzeit keine Beweise vorlägen, die auf ein „fremdenfeindliches Motiv“ für die Brandstiftung hindeuteten.

Kaune-Gebhardt teilte mit, dass alle Details des Vorfalls nach Abschluss der Untersuchungen und Vernehmungen geklärt werden würden.

DER VORFALL

Dem Gutachten zufolge war das Feuer, das in der Nacht vom 24. auf den 25. März in dem vierstöckigen Gebäude in der Grünewalder Straße ausbrach, im Treppenhaus des Altbaus entstanden und hatte sich durch den „Kamineffekt“ innerhalb von 5 Minuten bis zum Dach ausgebreitet.

Es wurde festgestellt, dass im hölzernen Treppenhaus Rückstände gefunden wurden, die zu dem Schluss führten, dass das Feuer durch Brandstiftung gelegt wurde.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte bereits in einer Erklärung betont, dass ihr keine Beweise vorlägen, die auf ein „fremdenfeindliches Motiv“ für den Vorfall hindeuteten.

DER BRANDANSCHLAG VON SOLINGEN

Andererseits war in derselben Stadt am 29. Mai 1993 das Haus der Familie Genç in der Unteren Wernerstraße in Brand gesteckt worden. Bei dem Anschlag kamen Gürsün İnce (28), Hatice Genç (19), Gülüstan Öztürk (12), Hülya (9) und Saime Genç (5) ums Leben.

Die gefassten Täter Markus Gartmann, Felix Köhnen, Christian Reher und Christian Buchholz wurden nach Verbüßung ihrer Haftstrafen aus der Haft entlassen.

Die Angreifer, deren Identitäten geändert wurden und geheim gehalten werden, leben weiterhin in Deutschland.