Dichter Nevzat Çelik erneut zur Polizei vorgeladen: 'In meinem Land nennt man einen Brand einen Brand'

Der Dichter Çelik war aufgrund eines Social-Media-Beitrags über den Waldbrand in Izmir festgenommen worden. Çelik berichtete nun über die Ereignisse nach seiner Festnahme.

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Der Dichter Nevzat Çelik wurde aufgrund eines Social-Media-Beitrags über den Waldbrand in Izmir festgenommen. 

Nach seiner Aussage wurde Çelik wieder freigelassen. 

Nach seiner Freilassung hatte Çelik erklärt: "Sollen wir etwa nichts sehen, nichts hören, nichts sagen? Sollen wir etwa gar nicht kritisieren? Was wird verlangt?

Sollen wir uns etwa die Haare kämmen, während das Viertel brennt? Wie sollen wir denn da noch Menschen bleiben?"

NEUER BEITRAG VON ÇELİK

Çelik, der wegen seines Social-Media-Beitrags zum Waldbrand in Izmir festgenommen und anschließend wieder freigelassen wurde, berichtete nun über seinen weiteren Werdegang über sein Social-Media-Konto.

Der Dichter Nevzat Çelik teilte mit, dass er nach seiner Aussage und Freilassung erneut zur Polizeidirektion vorgeladen wurde. Er äußerte sich überrascht darüber, dass sein Beitrag über den Brand als 'Lüge' eingestuft wurde.

Çelik schilderte die Situation auf seinem Konto mit folgenden Worten:

Liebe Freunde..

In meinem Land läuft die Justiz in Blitzgeschwindigkeit!

Ich bin ein lebender Zeuge, der Rauch steigt noch auf.

Der aktuelle Stand ist folgender:

Nach der Festnahme gestern Nacht wurde ich heute erneut zur Polizeidirektion vorgeladen.

Von der Staatsanwaltschaft bis zum Gericht…

Mein Beitrag „Mein geliebtes Izmir brennt, nicht das 'Gavur Izmir' (ungläubiges Izmir). Die Türkei brennt“ wurde als „Lüge“ angesehen.

Dabei nennt man in meinem Land einen „Brand einen Brand“!

Das Ergebnis ist, dass ich innerhalb von 24 Stunden ein wunderbares Ausreiseverbot erhalten habe.

Ich danke meinen Freunden, die mich nicht allein gelassen haben.

Übrigens habe ich auch gesehen, dass von den einflussreichen Namen und Konten, die ich bei jeder Schwierigkeit unterstützt habe und unterstützen werde, kein Mucks kam.

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht traurig gemacht hat!

Wie dem auch sei, lassen wir uns nicht unterkriegen.

Weiterhin Einspruch für Freiheit und ein menschliches Leben.