Die unglücklichste Phase der letzten 20 Jahre: Die Hoffnungslosigkeit der Jugend wird das Schicksal möglicher vorgezogener Wahlen bestimmen
Die neuesten Daten zum allgemeinen Glücks- und Hoffnungsniveau der Gesellschaft in der Türkei verdeutlichen das pessimistische Bild, in dem sich insbesondere die junge Bevölkerung befindet. Eine Analyse der Daten der letzten 20 Jahre zeigt, dass die Glücks- und Hoffnungsraten regelrecht eingebrochen sind; dies dürfte bei einer möglichen vorgezogenen Wahl der entscheidende Faktor sein.
12punto
Berechnungen des TEPAV, die auf den Daten der nationalen Bildungsstatistik des TÜİK (Türkisches Statistisches Institut) basieren, haben den aktuellen Stand der gesellschaftlichen Psychologie in der Türkei auf eindrucksvolle Weise offengelegt.
Die veröffentlichten Grafiken belegen, dass sowohl das allgemeine Glücksniveau als auch die Zukunftshoffnungen auf dem niedrigsten Stand der letzten zwanzig Jahre liegen.
Starker Rückgang in der Altersgruppe 18-24
Der bemerkenswerteste Aspekt des Berichts konzentriert sich auf die Jugend. In den nach Altersgruppen unterteilten Grafiken zum „allgemeinen Glücksniveau“ und „Hoffnungsniveau“ ist zu sehen, dass die Kurve der 18- bis 24-Jährigen insbesondere nach 2020 einen steilen Abfall verzeichnete und nun auf den untersten Rängen liegt. Dem Bericht zufolge testen die Anteile der jungen Menschen, die sich als „glücklich/sehr glücklich“ oder „hoffnungsvoll/sehr hoffnungsvoll“ bezeichnen, historische Tiefststände.
Warnung vor „vorgezogenen Wahlen“ an die Politik
Experten und Datenanalysten unterstreichen, dass diese Spirale aus Unglück und Hoffnungslosigkeit, in der sich die Jugend befindet, auch in der politischen Arena schwerwiegende Auswirkungen haben wird.
Für die politischen Kulissen, in denen die Debatten über vorgezogene Wahlen von Zeit zu Zeit aufflammen, weisen Experten auf zwei kritische Punkte hin:
Vertiefte Hoffnungslosigkeit: Die junge Generation erlebt die unglücklichste und hoffnungsloseste Phase der letzten 20 Jahre.
Sollten die politischen Akteure keine konkreten Maßnahmen entwickeln, um diesen Pessimismus zu durchbrechen, ist mit ernsthaften Reaktionen an der Wahlurne zu rechnen.
Die entscheidende Macht der jungen Wähler: Bei der nächsten Wahl werden das proportionale Gewicht und die Präferenzen der jungen Wähler das Hauptelement sein, das das Endergebnis bestimmt.
Kurz gesagt: Die Daten zeigen deutlich, dass für alle Parteien, die mit „vorgezogenen Wahlen“ kalkulieren, das eigentliche Ziel darin bestehen muss, diese hoffnungslos gewordene junge Wählerschaft zurückzugewinnen.