DİSK-AR: Inflationsdaten sind noch umstrittener geworden

Nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen gab das Forschungszentrum der DİSK (DİSK-AR) eine Stellungnahme ab. In der Erklärung von DİSK-AR hieß es: „Die Zweifel an den offiziellen Inflationsdaten halten an. Die Inflationsdaten sind noch umstrittener geworden.“

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Nach Angaben des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) stieg die Inflation auf Jahresbasis um 39,05 Prozent und auf Monatsbasis um 2,27 Prozent.

Im Februar 2025 verzeichnete der Bildungssektor mit 94,90 Prozent den höchsten jährlichen Preisanstieg. Die zweithöchste Teuerungsrate wurde in der Ausgabengruppe Wohnen mit einem Anstieg von 70,81 Prozent beobachtet, gefolgt von der Gruppe Restaurants und Hotels mit 45,90 Prozent. Der Anstieg bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken wurde mit 35,11 Prozent auf Jahresbasis angegeben.

'DATEN SIND NOCH UMSTRITTENER GEWORDEN'

In der Stellungnahme des Forschungszentrums der DİSK (DİSK-AR) nach Bekanntgabe der Daten hieß es: 

„Die seit einigen Jahren in der Türkei anhaltende hohe Inflation führt zu einem Kaufkraftverlust bei Geringverdienern und Arbeitnehmern. Auch wenn sich das Tempo des Inflationsanstiegs weitgehend aufgrund von Basiseffekten verlangsamt hat, steigen die Preise weiter an. Ein Rückgang der Inflationsrate bedeutet nicht, dass die Preise sinken. Zudem wirkt sich die Inflation auf verschiedene soziale Schichten und Gruppen unterschiedlich aus. Sie mindert die Kaufkraft von Geringverdienern deutlich stärker und wirkt sich negativ auf die Einkommensverteilung aus.

Da das TÜİK seit Juni 2022 die Veröffentlichung der Warenpreisliste eingestellt hat, sind die Inflationsdaten noch umstrittener geworden. Die offiziellen TÜİK-Daten können die tatsächliche Inflation, die die Bevölkerung spürt, nicht widerspiegeln. Doch selbst nach den zweifelhaften Inflationsdaten des TÜİK bleibt die Inflation in der Türkei auf einem sehr hohen Niveau. Die Türkei ist zu einem der wenigen Länder weltweit mit der schlechtesten Inflationsentwicklung geworden. Während die Türkei bei der Inflation weltweit zu den Schlusslichtern zählt, behauptet sie seit langem ihre Spitzenposition unter den OECD-Ländern.“