Diyanet-Vize-Vizevorsitzender gedenkt statt Atatürk eines Mannes, der Atatürk beleidigte

Der stellvertretende Mufti der Provinz Karabük, Ekrem Akmanşen, sorgt mit seinen Social-Media-Beiträgen gegen die Republik und Atatürk für Empörung. Besonders sein Gedenken an Osman Yüksel Serdengeçti, der Atatürk am 10. November beleidigt hatte, löste in der Öffentlichkeit heftige Reaktionen aus.

12punto

Der stellvertretende Mufti der Provinz Karabük, Ekrem Akmanşen, sorgt weiterhin mit seinen Beiträgen gegen die Republik und Atatürk auf seinen Social-Media-Konten für Empörung. 

Es fiel auf, dass Akmanşen am 10. November nicht Atatürk gedachte, sondern Osman Yüksel Serdengeçti, der am selben Tag wie Atatürk verstarb und für seine anti-ataturkistischen Ansichten bekannt ist. Dieser Beitrag löste in den sozialen Medien ein breites Echo aus.

WAS WAR PASSIERT? 

Bereits zuvor hatte es am 29. Oktober, dem Tag der Republik, einen umstrittenen Beitrag in einer WhatsApp-Gruppe namens "İlim İrfan Grubu" gegeben, die vom Mufti von Eflani, Salim Güngör, gegründet wurde. In der Nachricht, die in die Gruppe geschickt wurde, hieß es: „Die Feierlichkeiten zum Tag der Republik sind wie immer darauf ausgelegt, die Vergangenheit zu verleumden und zu beschimpfen…“ Diese Worte stießen in der Öffentlichkeit auf breite Ablehnung, und solche Äußerungen gegen die Republik und Atatürk wurden zum Ziel der Kritik.

ER HATTE ATATÜRK ALS 'PHARAO' BEZEICHNET

Serdengeçti hatte in seiner Rede in Samsun folgende Worte verwendet:

„Viele von oben herab verordnete und von außen kommende Reformen haben das Volk durcheinandergebracht. Diejenigen, die in den Straßen von Paris aufgewachsen sind! Diejenigen, die die Erklärung der Menschenrechte auswendig kennen! Unter dem Deckmantel von Laizismus und Reformismus haben sie den Glauben, das Gewissen, das Recht und die Gerechtigkeit des armen anatolischen Volkes rücksichtslos mit Füßen getreten.

Sie haben unsere Vorfahren, die über Kontinente herrschten und jahrhundertelang aufrecht auf drei Kontinenten standen, hier und da in den Volksheimen in verschiedene Schlangen gestellt und sie beleidigt und verunglimpft.

Sie hielten sich selbst für Halbgötter. Diejenigen, die es taten, waren sie, die Schöpfer waren sie; wenn sie von ihrer Partei sprachen, nannten sie sie unsere ehrenwerte Partei. In zehn Jahren hatten sie fünfzehn Millionen junge Menschen erschaffen. Ganze 27 Jahre lang sprachen sie wie Götter. Sie herrschten wie Pharaonen. Sie aßen, tranken und erbrachen sich. Wer unten blieb, hatte Pech. Diejenigen, die unten blieben, waren das Volk, die Nation, die Bauern. Aber in den Reden, aber auf den Plakaten stand geschrieben: ‚Der Bauer ist der Herr der Nation‘. Sie haben das Volk und die Bauern ausgebeutet, indem sie sagten: ‚Du bist unser Herr, du bist unser Herr‘.“