Diyanets Erbschafts-Kontroverse hält an: Erste Reaktion der MHP
Auf die Erklärung des Präsidiums für Religionsangelegenheiten (Diyanet) zum „Erbrecht von Töchtern“ folgte eine Antwort des stellvertretenden MHP-Vorsitzenden Feti Yıldız.
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Die Freitagspredigt des Präsidiums für Religionsangelegenheiten (Diyanet) vom 15. August, die sich mit dem Thema der Rechte von Mitmenschen (Kul Hakkı) befasste, rückte das „Erbrecht von Töchtern“ in den Mittelpunkt der Debatte. Während die Diskussionen über die Predigt, die nicht mit dem Zivilgesetzbuch vereinbar ist, andauern, kam eine bemerkenswerte Äußerung von der MHP. Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız sandte in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X eine Botschaft der Gerechtigkeit.
Yıldız' Worte: „Die materielle Wahrheit wird durch die Einhaltung der universellen Rechtsgrundsätze und -prinzipien erreicht. Das erste, was man über Gerechtigkeit sagen muss, ist, dass sie ein Gebot Gottes ist“, erregten Aufmerksamkeit.
WAS WAR GESCHEHEN?
Das Präsidium für Religionsangelegenheiten hatte in der für die Moscheen in allen 81 Provinzen vorbereiteten Freitagspredigt vom 15. August bemerkenswerte Äußerungen zum Erbrecht gemacht. In der Predigt mit dem Titel „Das Recht der Mitmenschen ist ein Hemd aus Feuer“ wurde betont, dass man bei der Erbschaftsverteilung mit dem „von Gott festgelegten Recht zufrieden sein“ müsse.
„DASS TÖCHTER NICHT ZUFRIEDEN SIND, IST EBENFALLS EINE VERLETZUNG DES RECHTS DER MITMENSCHEN“
In der Predigt hieß es: „Die von unserem erhabenen Herrn festgelegten Erbregeln ohne gegenseitiges Einvernehmen zu ändern, widerspricht der göttlichen Gerechtigkeit. Daher ist es eine Verletzung des Rechts der Mitmenschen, wenn eine Person ihre Töchter vom Erbe ausschließt, oder wenn Töchter mit dem von Gott festgelegten Recht nicht zufrieden sind.“