Drei Jugendliche nach Angriff in Küçükçekmece inhaftiert
Nach dem bewaffneten Angriff während eines Besuchs des AKP-Bürgermeisterkandidaten für Küçükçekmece, Aziz Yeniay, in einem Verein im Stadtteil Kanarya, bei dem eine Person schwer verletzt wurde, wurden drei tatverdächtige Jugendliche inhaftiert.
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Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Küçükçekmece nach dem Angriff am Samstag, dem 10. Februar, wurden abgeschlossen, nachdem die Verdächtigen festgenommen und zur Mordkommission der Sicherheitsdirektion gebracht worden waren.
Die 26 Verdächtigen, darunter vier Jugendliche, wurden nach einer medizinischen Untersuchung zum Justizgebäude von Küçükçekmece gebracht.
Der AKP-Bürgermeisterkandidat für Küçükçekmece, Yeniay, erstattete Anzeige mit der Begründung, er sei das Ziel des Angriffs gewesen, und sagte als Nebenkläger aus.
Zudem gaben drei am Tatort anwesende Polizeibeamte ihre Aussagen zu Protokoll und erstatteten ebenfalls Anzeige.
Informationen zufolge wurde festgestellt, dass sich fünf Personen in dem Fahrzeug befanden, aus dem der Angriff verübt wurde.
In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wurde dargelegt, dass im Stadtteil Kanarya, in der Sarı-Asma-Straße, ein Angriff mit Langwaffen auf den AKP-Bürgermeisterkandidaten für Küçükçekmece, Aziz Yeniay, dessen Wahlkampfteam sowie die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten verübt wurde. Dabei wurde die Nebenklägerin E.G.D. durch ein Projektil einer Langwaffe am Kopf getroffen und verletzt, während die Polizeibeamten B.Ç., Y.Y. und K.N. sich während des Angriffs hinter Fahrzeugen in Sicherheit bringen konnten.
In dem Schreiben wurde vermerkt, dass Yeniay dem Angriff entging, da er das Vereinsgebäude aufgrund seines noch nicht beendeten Programms nicht verlassen hatte.
VERSUCHTER MORD
In der Anklageschrift heißt es, dass der tatverdächtige Jugendliche Y.A. Mitglied der bewaffneten kriminellen Vereinigung sei, die den Angriff ausführte. Er habe die bei dem Angriff verwendete Kalaschnikow beschafft, sie dem Verdächtigen Mazlum Doğan übergeben und sich des versuchten vorsätzlichen Mordes schuldig gemacht.
Weiterhin wurde dargelegt, dass der tatverdächtige Jugendliche S.T. als Mitglied der bewaffneten kriminellen Vereinigung während des Angriffs auf das Dach des Fahrzeugs gestiegen sei und mit einer Waffe wahllos auf die Nebenkläger geschossen habe, womit er einen versuchten vorsätzlichen Körperverletzungsdelikt begangen habe.
Es wurde festgehalten, dass der tatverdächtige Jugendliche Ç.S. ebenfalls als Mitglied der bewaffneten kriminellen Vereinigung aus dem linken Fenster des Fahrzeugs mit einer Waffe wahllos auf die Nebenkläger geschossen und damit einen versuchten vorsätzlichen Körperverletzungsdelikt begangen habe.
Diese drei Jugendlichen wurden wegen "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung", "versuchten vorsätzlichen Mordes", "versuchter vorsätzlicher Körperverletzung mit einer Waffe" sowie "Erwerb, Transport und Besitz von Waffen oder Munition von schwerwiegender Art" dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, während für einen weiteren Jugendlichen gerichtliche Auflagen beantragt wurden.
Das Gericht ordnete die Inhaftierung der drei Jugendlichen an und entschied, den vierten jugendlichen Verdächtigen unter gerichtlichen Auflagen auf freien Fuß zu setzen.
WAS IST PASSIERT?
Während eines Besuchs des AKP-Bürgermeisterkandidaten für Küçükçekmece, Aziz Yeniay, in einem Verein im Stadtteil Kanarya am Samstag, dem 10. Februar, eröffneten unbekannte Personen, die mit einem weißen Fahrzeug am Tatort eintrafen, das Feuer mit Langwaffen und Pistolen.
Bei dem Angriff wurde E.G.D. (32) schwer verletzt, zudem wurden einige umliegende Gebäude und Fahrzeuge von Kugeln getroffen. E.G.D., die am Kopf verletzt wurde, wurde nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus eingeliefert.
Während die Generalstaatsanwaltschaft Küçükçekmece Ermittlungen zu dem Vorfall einleitete, begannen Polizeieinheiten mit der Suche nach den Verdächtigen.
Ein 150-köpfiges Team, das zur Identifizierung der Verdächtigen gebildet wurde, wertete Überwachungskameras aus. Bei der Untersuchung des Tatorts wurden 14 Patronenhülsen von 7,62-Millimeter-Langwaffen sowie drei 9-Millimeter-Hülsen gefunden; zudem wurde festgestellt, dass fünf Fahrzeuge und ein Wohnhaus von Schüssen getroffen wurden.
Im Zuge der Ermittlungen wurden insgesamt 26 Verdächtige festgenommen, darunter vier Jugendliche.