Drogenprävention in Nachtclubs

Drogenermittlungen in Istanbul haben das Nachtleben erschüttert. Nach den Polizeieinsätzen verschärfen Unterhaltungsstätten ihre Sicherheitsvorkehrungen, um zu verhindern, dass ihre Namen in Ermittlungsakten auftauchen.

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Die in letzter Zeit in Istanbul intensivierten Drogenermittlungen haben für Unruhe in der Unterhaltungsbranche gesorgt. Nach den Polizeieinsätzen setzt die Branche auf bisher ungekannte Sicherheitsmaßnahmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Betreiber sehen sich gezwungen, alle erdenklichen Vorkehrungen zu treffen, damit ihre Namen nicht mit den Ermittlungen in Verbindung gebracht werden.

SICHERHEITSMASSNAHMEN AUF HÖCHSTEM NIVEAU

In den Unterhaltungsstätten wird besonderes Augenmerk auf Toiletten, Müllentsorgung und Überwachungskameras gelegt. Während Sicherheitspersonal in den Toilettenräumen postiert wird, kommen für die Müllentsorgung spezielle Verfahren zum Einsatz.

Auch Servietten und Untersetzer werden sorgfältig kontrolliert. Die Unterhaltungsbranche prüft jedes Detail, um nicht in die Ermittlungen hineingezogen zu werden.

„DROGEN VERBOTEN“-SCHILDER WERDEN SICHTBARER

Wie die Zeitung Sabah berichtet, haben einige Unterhaltungsstätten begonnen, Schilder mit der Aufschrift „Der Konsum von Drogen ist verboten“ an ihren Wänden anzubringen. Die Warnhinweise zu Drogen, die ohnehin gesetzlich verboten sind, wurden sichtbarer gemacht, um sich von den Ermittlungen zu distanzieren. Diese Warnungen dienen nicht nur dem Verbot von Drogen, sondern sollen auch zeigen, dass die Betreiber kein Detail übersehen.

Kellner nehmen nicht mehr nur Bestellungen auf, sondern beobachten das Geschehen im Lokal aufmerksam. Es heißt, die Betreiber hätten ihren Mitarbeitern die Anweisung gegeben: „Nichts darf ohne unser Wissen geschehen.“ In den Lokalen versuchen die Kellner, durch die Beobachtung des Kundenverhaltens Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

VORSICHTSMASSNAHMEN BEI HAARTEILEN UND EXTENSIONS

In den Unterhaltungsstätten gibt es zudem die Sorge, dass Drogen in Haarteilen oder Extensions versteckt werden könnten. Obwohl bisher kein solcher Fall in den Gerichtsakten verzeichnet wurde, wird darauf hingewiesen, dass Betreiber und Mitarbeiter auch in dieser Hinsicht wachsam sein müssen. Es wird betont, dass Haarteile und Extensions besonders sorgfältig kontrolliert werden sollten, da die diesbezüglichen Bedenken zunehmen.