Drohung aus Israel gegen neuen Hamas-Chef: Aufruf zur schnellen Eliminierung
Die Ernennung von Yahya Sinwar zum neuen Vorsitzenden des Politbüros der Hamas hat in Israel für scharfe Reaktionen gesorgt. Außenminister Israel Katz forderte, Sinwar schnellstmöglich zu eliminieren.
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Die Entscheidung der Hamas, ihren Gaza-Anführer Yahya Sinwar zum Nachfolger des in Teheran, der Hauptstadt des Iran, bei einem Attentat getöteten Politbüro-Chefs Ismail Haniyeh zu ernennen, hat in Israel heftige Reaktionen ausgelöst. Sinwar galt als das „Mastermind“ der am 7. Oktober durchgeführten Operation Al-Aqsa-Flut.
Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari erklärte in Bezug auf Sinwar: „Es gibt nur einen Platz für ihn, und zwar an der Seite von Mohammed Deif und den Terroristen vom 7. Oktober. Das ist der einzige Ort, den wir für ihn vorbereitet und geplant haben.“ Hagari betonte, dass Sinwar auf der Zielliste Israels stehe.
Am 1. August wurde bestätigt, dass Mohammed Deif, der Oberbefehlshaber der Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, bei einem israelischen Angriff auf Chan Yunis am 13. Juli getötet wurde. Bei diesem Angriff kamen zudem mehr als 90 Palästinenser ums Leben, die in den umliegenden Zelten lebten.
AUSSENMINISTER KATZ FORDERT 'SCHNELLE ELIMINIERUNG'
Der israelische Außenminister Israel Katz forderte die „schnelle Eliminierung“ Sinwars und erklärte: „Die Ernennung des Oberterroristen Yahya Sinwar zum neuen Hamas-Anführer als Nachfolger von Ismail Haniyeh ist ein weiterer zwingender Grund, ihn schnell zu eliminieren und diese abscheuliche Organisation vom Erdboden zu tilgen.“
Unterdessen gab Hamas-Sprecher Osama Hamdan an, dass Sinwar die Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Austausch für einen Gefangenenaustausch fortsetzen werde. Hamdan behauptete, dass die Probleme bei den Gesprächen nicht auf den Führungswechsel innerhalb der Hamas zurückzuführen seien, sondern in der Verantwortung Israels und seines Verbündeten, der USA, lägen.