Druck auf Gülaylar-Gruppe-Chef Mehmet Gülay wächst: Drei Aussagen in 24 Stunden!
Im Rahmen der von der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) geführten Ermittlungen wegen Bestechung und Flächennutzungsänderungen gibt es bemerkenswerte Entwicklungen um den Vorstandsvorsitzenden der Gülaylar-Gruppe, Mehmet İlhan Gülay. Gülays Aussagen änderten sich innerhalb kurzer Zeit, was Spekulationen über Druckausübung auf die Ermittlungen aufkommen ließ.
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Der Vorstandsvorsitzende der Gülaylar-Gruppe, Mehmet İlhan Gülay, wurde im Zuge der von der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) durchgeführten Ermittlungen wegen Bestechung und Flächennutzungsänderungen festgenommen und anschließend inhaftiert. Dem Vorwurf zufolge soll Gülay während der Ära der AK-Partei durch Bestechung eine Flächennutzungsänderung für ein Projekt genehmigen lassen haben. Unter dem Bericht Nummer 55, der sich auf die betreffende Flächennutzungsänderung bezieht, befinden sich die Unterschriften von drei Mitgliedern der AK-Partei. Dennoch wird die Gülaylar-Gruppe mit der Amtszeit von İmamoğlu in Verbindung gebracht.
Den im Rahmen der Ermittlungen bekannt gewordenen Informationen zufolge wurde der Prozess der Flächennutzungsänderung während der Amtszeit des ehemaligen İBB-Bürgermeisters Mevlüt Uysal eingeleitet. Dem Projekt wurde später auf Wunsch des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AK-Partei, Tevfik Göksu, eine Moschee hinzugefügt, zudem erfolgte eine Grundstücksübertragung an die İBB. Der Bericht zur Flächennutzungsänderung wurde mit den Unterschriften der Ratsmitglieder der AK-Partei angenommen; es wurde festgehalten, dass nach der Abstimmung eine Dankesrede durch ein Ratsmitglied der AK-Partei aus Ataşehir gehalten wurde.
MEHMET GÜLAYS AUSSAGEN
Nach seiner Inhaftierung gab Mehmet Gülay innerhalb von 24 Stunden drei separate Aussagen ab. In seiner ersten Aussage erklärte Gülay: "Es gibt keine Bestechung. Die Flächennutzungsangelegenheit begann in der AKP-Ära." In einer späteren Aussage sagte er jedoch: "Sie haben Bestechung gefordert. Sie haben mich gezwungen, das Protokoll zu unterzeichnen", und nannte dabei einige Namen. In seiner ergänzenden Aussage strich er jedoch einige dieser Namen und fügte neue hinzu. Diese Widersprüche haben die Zweifel daran verstärkt, dass die Ermittlungen unter Druck geführt werden.