Durchfall, Erbrechen, Schwäche: Über 100 Abgeordnete und Mitarbeiter im Parlament im Krankenhaus
Zahlreiche Mitarbeiter und einige Abgeordnete auf dem Gelände des Parlaments wurden mit ähnlichen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert. Informationen zufolge begannen die Beschwerden vorgestern und hielten gestern mit zunehmender Tendenz an.
12punto
Über 100 Abgeordnete und Mitarbeiter des Parlaments suchten wegen Durchfall, Erbrechen und Schwächegefühl ein Krankenhaus auf. Während eine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall noch aussteht, wurde vermutet, dass die Vergiftungserscheinungen durch das Wasser verursacht worden sein könnten.
Wie aus einem Bericht von GerçekGündem hervorgeht, haben sich in den letzten zwei Tagen über 100 Personen, darunter Abgeordnete und Parlamentsmitarbeiter, mit Symptomen wie Durchfall, Erbrechen und starker Schwäche an das Parlamentskrankenhaus gewandt.
ÜN: ICH ERBRECHE MICH SEIT DEM MORGEN
Zu den Betroffenen, die eine Lebensmittelvergiftung vermuten, gehört die Abgeordnete der Yeniyol-Partei für Denizli, Sema Silkin Ün, die erklärte: "Ich erbreche mich seit dem Morgen ununterbrochen. Ich habe nichts von außerhalb gegessen und außer in der Parlamentskantine keine Lebensmittel zu mir genommen."
Ün wies jedoch darauf hin, dass es keine gesicherten Erkenntnisse darüber gebe, ob die Vergiftung direkt vom Essen stamme: "Die Mehrheit der Kollegen mit Beschwerden hat unterschiedliche Gerichte gegessen. Ich glaube nicht, dass es am Essen liegt, aber es gibt eine beträchtliche Anzahl von Betroffenen", sagte sie.
"ES KÖNNTE EINE EPIDEMIE SEIN"
Beamte der Direktion für Unterstützungsdienste der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) teilten mit, dass Proben aus der Parlamentskantine analysiert wurden und keine Anzeichen einer Vergiftung festgestellt werden konnten.
Die Behördenvertreter teilten folgende Informationen mit:
"In unseren Speisen wurde kein Problem festgestellt. Bei einem Gespräch mit der Gesundheitsdirektion der Provinz Ankara wurde uns jedoch mitgeteilt, dass in der gesamten Stadt eine ernsthafte Epidemie grassiert."
LIEGT ES AM WASSER?
Einige Mitarbeiter äußerten die Vermutung, dass die Vergiftungserscheinungen durch das Wasser verursacht worden sein könnten. Es wurde bekannt, dass in den vergangenen Wochen im Rahmen von Sparmaßnahmen in den Teeküchen des Parlaments von Wasser aus Gallonen auf gefiltertes Leitungswasser umgestellt wurde.
MASSNAHMEN ERWARTET
Bisher haben sich über 100 Personen mit Symptomen wie Durchfall und Erbrechen an das Parlamentskrankenhaus gewandt. Während eine detaillierte Erklärung der Parlamentsführung zur Ursache des Vorfalls noch aussteht, sind die Gesundheitsteams besorgt über den Anstieg der Fallzahlen.