Ehemaliger AKP-Abgeordneter Emin Şirin: „Sie sind in Panik!“ – „Das ist die größte Angst des Palastes“

In einer Live-Sendung äußerte sich der ehemalige AKP-Abgeordnete Emin Şirin zur aktuellen politischen Lage: „Die größte Angst des Palastes ist derzeit eine vorgezogene Parlamentswahl. Deshalb halte ich die Forderung der CHP nach Neuwahlen für absolut richtig.“

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Der ehemalige AKP-Abgeordnete Emin Şirin war zu Gast in der Sendung „Türkiye'nin Sözü“ auf Sözcü TV.

Dort bewertete er die aktuelle politische Lage, erklärte, die AKP befinde sich in Panik, und betonte: „Die größte Angst des Palastes ist derzeit eine vorgezogene Parlamentswahl. Deshalb halte ich die Forderung der CHP nach Neuwahlen für absolut richtig.“

In seiner Stellungnahme erklärte Emin Şirin, dass das derzeitige Parlament keine politische Legitimität besitze, um eine neue Verfassung auszuarbeiten, und unterstrich, dass die Möglichkeit von Neuwahlen die größte Sorge der Regierung sei.

„DIESES PARLAMENT HAT POLITISCH KEIN RECHT, EINE VERFASSUNG ZU SCHREIBEN“

Emin Şirin sagte: „Derzeit sitzen 590 Abgeordnete im Parlament, aber wie viele von ihnen halten sich an ihren Eid? Es gibt ein ernsthaftes Moral- und Repräsentationsproblem. Rechtlich gesehen kann dieses Parlament zwar eine Verfassung ausarbeiten, aber politisch hat es dazu kein Recht. Ohne eine Erneuerung dieses Parlaments kann kein neuer Gesellschaftsvertrag geschlossen werden.“

„DAS VOLK HAT NICHT FÜR EINE VERFASSUNG GESTIMMT, DAS THEMA WAR DIE WIRTSCHAFT“

Şirin betonte, dass das derzeitige Parlament dieses Mandat nicht vom Volk erhalten habe: „Die Parlamentswahlen liegen etwa zwei Jahre zurück. Damals wurde nicht über die Verfassung, sondern über die Wirtschaft gesprochen. Die Wähler haben nicht für eine Verfassungsänderung gestimmt. Jetzt, mit einem Mandat, das nicht vom Volk erteilt wurde, eine neue Verfassung ausarbeiten zu wollen, entbehrt jeder politischen Legitimität.“

„WIRD DIE NEUE VERFASSUNG MIT DEM CHEF-UNTERHÄNDLER ÖCALAN GEMACHT?“

Bezüglich der Diskussionen um eine neue Verfassung ging Şirin auch auf Behauptungen ein, die in der Öffentlichkeit kursieren: „Heute kursieren Aussagen wie ‚Öcalan wird der Chef-Unterhändler sein‘. Kandil sagt zwar, sie würden die Waffen niederlegen, aber sie erklären gleichzeitig, dass sie von ihren politischen Linien nicht abweichen werden. Sie sagen: ‚Wir werden den Kampf nicht als PKK, sondern unter einem anderen Namen fortsetzen.‘ In diesem Umfeld kann man nicht über eine neue Verfassung sprechen.“

„DIE GRÖSSTE ANGST DES PALASTES IST EINE VORGEZOGENE PARLAMENTSWAHL“

Şirin erinnerte daran, dass der Stimmenanteil der Volksallianz (Cumhur İttifakı) nach den Kommunalwahlen gesunken sei: „Die größte Angst des Palastes ist derzeit eine vorgezogene Parlamentswahl. Ich halte es für sehr richtig, dass die CHP dieses Thema auf die Tagesordnung setzt. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen sind ein Indikator. Der Stimmenanteil der Volksallianz ist auf 40 % gesunken. Mit diesem Stimmenanteil wird es schwierig, selbst 230 Abgeordnete zu stellen, geschweige denn 320. Sie würden mindestens 80 bis 90 Sitze verlieren.“

„ABGEORDNETE OHNE RÜCKHALT IN DER BEVÖLKERUNG SITZEN IM PARLAMENT“

Şirin argumentierte, dass viele Namen im Parlament keinen Rückhalt in der Bevölkerung hätten: „Im heutigen Parlament sitzen 20, 30 oder 40 Abgeordnete, die bei den Wählern keinen Rückhalt haben. Diese Personen wissen selbst, dass sie nicht wiedergewählt werden können. Deshalb ist es für dieses Parlament unmöglich, eine Verfassung zu verabschieden, ohne den wahren Willen des Volkes widerzuspiegeln.“