Ehemaliger Chefökonom Kara erklärt den Zustand der Wirtschaft anhand von 'Auberginen-Pilaki': 'Genau das ist es'
Der ehemalige Chefökonom der türkischen Zentralbank, Prof. Dr. Hakan Kara, erläuterte in einem Beitrag auf seinem X-Account (Twitter) den aktuellen Stand der Inflation in der Türkei anhand eines Beispiels.
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Prof. Dr. Hakan Kara, Dozent an der Bilkent-Universität, äußert sich auf seinem Social-Media-Account regelmäßig zu den wirtschaftlichen Entwicklungen in der Türkei.
Kara, der den aktuellen wirtschaftlichen Zustand oft mit anschaulichen Beispielen für die Bürger verständlich macht, hat nun mit einem ähnlichen Beispiel eine treffende Beobachtung zur gestörten Preiswahrnehmung der Bevölkerung geteilt.
Der ehemalige Chefökonom Hakan Kara beantwortete die Frage der Bürger, die sich darüber beklagen, dass die Preise trotz fehlender großer Anstiege bei Löhnen und Wechselkursen ständig steigen, mit einem Erlebnis, das er während eines Besuchs in Istanbul für ein Panel schilderte:
Ich war gestern für ein Panel in Istanbul und habe mit vielen Ökonomen und Fachleuten über die Wirtschaft gesprochen, aber am lehrreichsten war für mich, dass ich in einem bescheidenen Restaurant für ein Auberginen-Pilaki, für das ich vor 5 Monaten 400 TL bezahlt hatte, diesmal 700 TL zahlen musste.
Von Nachfrage konnte keine Rede sein, das Restaurant war ziemlich leer. Ich habe den Betreiber gesucht und gefragt: Die Löhne und der Wechselkurs steigen nicht stark, der Anstieg der Lebensmittelpreise hat sich verlangsamt, wie erklären Sie sich das? Er sagte: Bruder, es gibt Inflation, jeder erhöht die Preise, die Kosten hören nicht auf zu steigen.
Wenn man mich oft fragt, was „Störung im Preisbildungsverhalten“ bedeutet, dann ist es genau das.