Äußerungen des ehemaligen Ministers Mehmet Sağlam über Armenier sorgen für Empörung
Der ehemalige Bildungsminister Mehmet Sağlam hat bei der Einweihung einer Moschee in Kahramanmaraş für Aufsehen gesorgt, indem er sich abfällig über Armenier äußerte. Sağlams Aussagen lösten in den sozialen Medien heftige Reaktionen aus.
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Der ehemalige Bildungsminister Mehmet Sağlam nahm an der Eröffnungsfeier für den Wiederaufbau einer Moschee teil, die bei den Erdbeben vom 6. Februar in Kahramanmaraş zerstört worden war.
Bei der Zeremonie im Stadtteil Yantepe, der zum Dorf Göksun gehört, sorgten die Äußerungen von Mehmet Sağlam über Armenier für Aufsehen.
Sağlam sagte dazu Folgendes:
'WIR SIND DIE KINDER EINES SOLCHEN VATERS'
"Unser Vater gehörte zu denen, die in Arabien gegen die Briten kämpften. Als sie schließlich in die Heimat zurückkehren wollten, versuchten sie, mit dem Geld, das sie durch die Ernte der Menschen verdient hatten, in die Türkei zu gelangen. Ich muss auch sagen: Eines Tages, als sie alle zusammen mit ihren Waffen schliefen, wachten sie eines Morgens auf und stellten fest, dass die Araber ihre Waffen gestohlen hatten. Sie kehrten in die Türkei zurück.
Die Armenier hatten den Bezirk Kozan in Adana niedergebrannt. Als sie zurückkehrten, hieß es: So wie sie Kozan niedergebrannt haben, sollt ihr dasselbe mit dem armenischen Dorf in Ilıca bei Maraş tun. Sie sammelten Stroh um das Dorf herum, so wie sie es in Kozan getan hatten, um es niederzubrennen; sie sammelten Stroh, umzingelten Ilıca und legten Feuer. Mein Vater pflegte zu sagen: 'Du hast acht Jahre lang Krieg geführt, ohne jemals vorsätzlich einen Menschen getötet zu haben, aber so wie sie in Kozan Frauen und Kinder bei lebendigem Leib verbrannt haben, so sollt ihr die Armenier in Ilıca herausholen und den Kindern und Frauen direkt in den Bauch schießen.' Wir sind die Kinder eines solchen Vaters."