Eilmeldung... Ankara reagiert scharf auf Griechenlands 12-Meilen-Plan in der Ägäis

Das Verteidigungsministerium hat auf die Äußerungen des griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis zur Ausweitung der Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Meilen mit einer Erklärung reagiert, in der die Rechte der Türkei betont werden. Das Ministerium erklärte, dass einseitige Schritte völkerrechtlich ungültig seien und die Türkei weiterhin entschlossen sei, ihre Interessen zu schützen.

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Der umstrittene Vorstoß Griechenlands, die Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Meilen auszuweiten, hat die Spannungen zwischen Athen und Ankara verschärft. Auf diese Äußerung, die Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor seinem Besuch in der Türkei tätigte, reagierte die Türkei entschlossen und deutlich.

In einer neuen Erklärung des Verteidigungsministeriums (MSB) wurde betont, dass einseitige Initiativen der griechischen Behörden von der Türkei nicht akzeptiert werden und völkerrechtlich ungültig sind. In der MSB-Erklärung wurde zudem die Botschaft vermittelt, dass die Türkei im Einklang mit ihrem „Blaues Vaterland“-Ansatz ihre nationalen Rechte und Interessen weiterhin entschlossen schützen werde.

In der Erklärung wurden folgende Punkte hervorgehoben:

"Die Haltung unseres Landes zu den Äußerungen griechischer Politiker über die Ausweitung der Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Meilen ist klar. Als Türkei vertreten wir den Standpunkt, dass eine faire, gerechte und den Grundsätzen des Völkerrechts entsprechende Aufteilung der maritimen Zuständigkeitsbereiche in der Ägäis nur im Rahmen eines gegenseitigen Dialogs und guten Willens möglich ist. Die einseitigen Maßnahmen, Behauptungen und Erklärungen Griechenlands, die die bestehenden Streitigkeiten ignorieren und die Rechte der türkischen Seite verletzen, widersprechen dem Völkerrecht und sind inakzeptabel. Diese Erklärungen haben für unser Land keinerlei rechtliche Konsequenzen. Die türkischen Streitkräfte setzen ihre Aufgabe, alle Rechte und Interessen unseres Landes in den maritimen Zuständigkeitsbereichen zu schützen, im Einklang mit dem Verständnis des Blauen Vaterlandes mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit fort."

In der MSB-Erklärung wurde zudem zum Ausdruck gebracht, dass eine friedensorientierte Haltung durch Dialog und Kompromissbereitschaft unterstützt werden müsse. Es wurde betont, dass die Türkei gegen repressive und diktatorische Ansätze sei, die den Frieden in der Region bedrohen, und dass dauerhafte Lösungen nur durch wohlwollende Kontakte und gegenseitige Schritte erreicht werden könnten.

AUCH INTEGRATION IN SYRIEN THEMATISIERT

Andererseits ging das Ministerium auch auf die jüngsten Entwicklungen in Syrien ein. Es wurde darauf hingewiesen, dass das am 30. Januar zwischen der syrischen Regierung und den Syrischen Demokratischen Kräften unterzeichnete Integrationsabkommen von der Türkei begrüßt werde. In der Erklärung wurde auf die Bedeutung von Politiken hingewiesen, die die territoriale Integrität des Landes und das Prinzip "ein Staat, eine Armee" sicherstellen.

Das Verteidigungsministerium kündigte erneut an, sowohl die Ägäis-Debatten als auch den Prozess in Syrien aufmerksam zu verfolgen und die Interessen des Landes im Rahmen des Völkerrechts zu schützen.