Eilmeldung... Grundbuch-Krise weitet sich aus: Beamter nach Abfrage von Akın Gürleks Grundbucheinträgen festgenommen
Nachdem der Vorwurf erhoben wurde, dass die Grundbucheinträge von Justizminister Akın Gürlek unbefugt abgefragt wurden, wurden drei Grundbuchbeamte vom Dienst suspendiert. Während ein in Kaş tätiger Beamter festgenommen wurde, sind nun Details zu den Ermittlungen bekannt geworden.
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Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel hatte vor Kurzem behauptet, dass Justizminister Akın Gürlek über 12 verschiedene Immobilien mit einem Gesamtwert von 325,5 Millionen Lira verfüge.
Diese Erklärung sorgte in der politischen Agenda für großes Aufsehen und entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem der meistdiskutierten Themen.
ANTWORT VON MINISTER GÜRLEK
Nach den Vorwürfen äußerte sich Minister Akın Gürlek zu den auf seinen Namen registrierten Immobilien. In seiner öffentlichen Stellungnahme erklärte Gürlek, dass er lediglich über vier Grundbucheinträge verfüge, und legte die entsprechenden Unterlagen offen.
Nach dieser Erklärung wurde bekannt, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde, um festzustellen, wer die Grundbucheinträge abgefragt hatte.
3 BEAMTE SUSPENDIERT, EINER IN HAFT
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Grundbuchdaten von Gürlek in verschiedenen Grundbuchämtern abgefragt wurden. Daraufhin wurden drei Grundbuchbeamte von der Generaldirektion für Grundbuch- und Katasterwesen vom Dienst suspendiert.
Berichten der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak zufolge wurde gegen einen Beamten des Grundbuchamtes in Kaş ein Verfahren eingeleitet. Der betreffende Beamte wurde auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft von Kaş festgenommen.
GAB ABFRAGE DER GRUNDBUCHDATEN ZU
Den Informationen im Bericht zufolge gab der festgenommene Grundbuchbeamte in seiner Aussage zu, die Grundbucheinträge von Akın Gürlek abgefragt zu haben.
Der Beamte erklärte zudem, dass er die über das System erlangten Informationen anschließend per Nachricht weitergegeben habe.
AUSSAGEN VERÖFFENTLICHT
Der Journalist Hasan Basri Akdemir teilte über seinen persönlichen Social-Media-Account die erste Aussage des Beamten Diyar Akdağ.
Diyar Akdağ sagte: "Eine Person namens Ayşegül, deren Nachnamen ich nicht genau kenne, hat mich während eines Gesprächs manipuliert und mich dazu gebracht, die Grundbucheinträge des Justizministers Akın Gürlek abzufragen."
Der Beamte Akdağ, der betonte: "Ich war nicht bewusst an einer Intrige oder Verleumdung gegen unseren Justizminister beteiligt", erklärte, dass er von der Kronzeugenregelung Gebrauch machen wolle.
Die Aussage von Diyar Akdağ lautet wie folgt:
"Ich war nicht bewusst an einer Intrige oder Verleumdung gegen unseren Justizminister beteiligt. Eine Person, die ich über die sozialen Medien Instagram und Tinder kennengelernt und mit der ich mich angefreundet habe, deren Namen ich als Ayşegül kenne, deren Nachnamen ich aber nicht genau weiß, hat mich während eines Gesprächs manipuliert und mich dazu gebracht, die Grundbucheinträge des Justizministers Akın Gürlek abzufragen. Ich habe die Abfrage durchgeführt, da ich dachte, dass gegen unseren Minister verleumderische Vorwürfe erhoben werden. Während dieser Abfragen habe ich aufgrund von psychiatrischen Medikamenten, die ich wegen meiner psychischen Probleme einnehme, das Ergebnis der Grundbuchabfrage der Person namens Ayşegül im Laufe des Gesprächs unbeabsichtigt und ohne detaillierte Angaben weitergegeben. Ja, ich möchte von den Bestimmungen der Kronzeugenregelung Gebrauch machen."
WER IST DIESE AYŞEGÜL?
Akdemirs Einschätzung erregte ebenfalls Aufmerksamkeit: "Ich habe von Justizquellen Informationen über die Person namens Ayşegül erhalten. Man sagte mir, sie heiße Ayşegül K. Es handelt sich um eine Person, die bereits wegen unrechtmäßiger Erlangung personenbezogener Daten vorbestraft ist. Warum sie die von Diyar erhaltenen Informationen angefordert hat und mit wem sie in Kontakt steht, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen."