Eilmeldung: Plädoyer im Spionageprozess gegen İmamoğlu veröffentlicht
Der Staatsanwalt, der sein Plädoyer in der Hauptsache im Spionageprozess vorlegte, forderte die Fortdauer der Untersuchungshaft für Ekrem İmamoğlu, Merdan Yanardağ, Necati Özkan und Hüseyin Gün.
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İmamoğlu steht in drei separaten Verfahren vor Gericht
Ekrem İmamoğlu, der nach seiner Verhaftung am 23. März 2025 ins Gefängnis geschickt und von seinem Amt als Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) suspendiert wurde, erschien heute im Rahmen von drei separaten Gerichtsverfahren vor Gericht.
Die Verhandlung in dem Fall, der in der Öffentlichkeit als "Spionageprozess" bekannt ist und in dem İmamoğlu in Untersuchungshaft sitzt, wird heute vor dem 25. Schwurgericht Istanbul fortgesetzt.
Neben Ekrem İmamoğlu sind in diesem Fall auch der Journalist Merdan Yanardağ, sein Berater Necati Özkan sowie Hüseyin Gün als inhaftierte Angeklagte angeklagt. Hüseyin Gün hatte in seiner Aussage während des Polizeigewahrsams gestanden und erklärt, dass er von den Bestimmungen zur tätigen Reue profitieren wolle.
AUS DER VERHANDLUNG
11.30 | Der inhaftierte Journalist Merdan Yanardağ begann mit seiner Verteidigung. Yanardağ argumentierte, dass in der Anklageschrift das Wählen einer politischen Partei als Straftatbestand dargestellt werde, und erklärte, dass bei einer solchen Herangehensweise alle politischen Parteien vor Gericht gestellt werden müssten.
11.25 | Nachdem İmamoğlu den Gerichtssaal verlassen hatte, holte der Vorsitzende Richter die Stellungnahme des Staatsanwalts zu den Zeugenaussagen ein. Der Staatsanwalt erklärte, er habe dazu nichts anzumerken. Unter Hinweis darauf, dass der Prozess der Beweiserhebung noch nicht abgeschlossen sei, forderte der Staatsanwalt die Fortdauer der Untersuchungshaft für alle Angeklagten mit der Begründung eines "dringenden Tatverdachts".
11.15 | Ekrem İmamoğlu war am Vormittag im Gerichtssaal anwesend. Seine Anwälte stellten einen Antrag, damit er an der Verhandlung im "Diplom"-Prozess teilnehmen könne. Nachdem das Gericht dem Antrag stattgegeben hatte, verließ İmamoğlu den Saal, in dem der "Spionage"-Prozess verhandelt wurde, und begab sich in den Saal, in dem der "Diplom"-Prozess stattfindet.