Eilmeldung... Spionageermittlungen gegen Ekrem İmamoğlu

Gegen den Präsidentschaftskandidaten der CHP und inhaftierten Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, seinen Wahlkampfleiter Necati Özkan sowie den Journalisten Merdan Yanardağ wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Spionage eingeleitet. Während Yanardağ in Gewahrsam genommen wurde, führt die Polizei eine Durchsuchung beim Fernsehsender TELE1 durch.

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Gegen den Präsidentschaftskandidaten der CHP und inhaftierten Bürgermeister von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Spionage eingeleitet. Zudem wurden der Wahlkampfleiter von İmamoğlu, Necati Özkan, sowie der Journalist Merdan Yanardağ in das Ermittlungsverfahren einbezogen.

Unterdessen führten Polizeieinheiten eine Durchsuchung beim Fernsehsender TELE1 durch. Die Durchsuchung begann unmittelbar nach der Festnahme von Yanardağ.

VORWURF DES VERKAUFS VON NUTZERDATEN AUS EINER APP AN AUSLÄNDISCHE LÄNDER

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul behauptet, durch die Auswertung von Dokumenten und die technische Überwachung einer Person namens Hüseyin Gün, die am 4. Juli wegen Spionageverdachts festgenommen wurde, an verschiedene Daten gelangt zu sein.

Es wird behauptet, dass Hüseyin Gün in seinem sichergestellten Material Gespräche mit Personen geführt habe, die mit der Terrororganisation FETÖ/PDY in Verbindung stehen; zudem soll Hüseyin Gün den als 'FETÖ-Imam von Großbritannien' bezeichneten Mustafa Özcan persönlich getroffen haben.

Es wird ferner behauptet, dass Gün Kontakt zu İmamoğlus Wahlkampfleiter Necati Özkan aufgenommen habe, wobei auch von einer hierarchischen Verbindung die Rede ist.

Es wird behauptet, dass bei den Kommunalwahlen 2019 Aktivitäten stattgefunden hätten, um die Wahlen 'in Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten' zu manipulieren.

Diese Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft als Pressemitteilung-1 veröffentlicht.

Darin wird auch der Vorwurf der rechtswidrigen Verwendung personenbezogener Daten erhoben, wozu es bereits ein zweites Ermittlungsverfahren in Bezug auf die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) gibt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul behauptet, dass über die Anwendung 'İstanbul Senin' die personenbezogenen Daten und Standortinformationen von 4,7 Millionen Menschen an ausländische Länder weitergegeben wurden.

In diesem Zusammenhang gehört auch der Vorwurf dazu, dass die Wahldaten von insgesamt 11 Millionen Menschen aus dem System abgeflossen seien.

In diesem Rahmen wurden Haftbefehle gegen insgesamt 13 Personen erlassen.

Auch 6 Unternehmen, die der Stadtverwaltung Istanbul unterstehen, sind Gegenstand der Untersuchungen.

Gegen zwei der festgenommenen Personen besteht zudem der Vorwurf des 'Verstoßes gegen das Steuerverfahrensgesetz'.