Eilmeldung: Yılmaz Tunç äußert sich zu İmamoğlu: 'Die Ermittlungen werden vollständig von unabhängigen Justizbehörden geführt'

Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich zu den Ermittlungen wegen angeblicher 'Korruption' und 'Terrorismus', in deren Rahmen 51 Personen, darunter Ekrem İmamoğlu, festgenommen wurden: "Die Ermittlungen werden vollständig von unabhängigen Justizbehörden geführt. Es ist undenkbar, dass die Ermittlungsbehörde, nachdem sie von den betreffenden Vorwürfen Kenntnis erlangt hat, keine Untersuchung einleitet."

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Justizminister Yılmaz Tunç sprach auf einer Pressekonferenz im Dolmabahçe-Arbeitsbüro in Istanbul, an der Vertreter internationaler Medienorganisationen teilnahmen.

 

Die Erklärungen von Yılmaz Tunç lauten wie folgt:

In beiden Ermittlungsverfahren wurden von 106 Personen 51 inhaftiert, gegen 41 Verdächtige wurden gerichtliche Kontrollmaßnahmen verhängt, und bei 14 Verdächtigen laufen die Fahndungsmaßnahmen noch.

Seit Beginn der Ingewahrsamnahmen haben einige Kreise in der Öffentlichkeit versucht, die Ermittlungsbehörde unter Druck zu setzen, ohne den Inhalt der Ermittlungen zu kennen, ohne die Vorwürfe und Verteidigungen gesehen zu haben und ohne jegliche Kenntnis über die Beweise zu besitzen. Sie haben versucht, die gerichtlichen Ermittlungen als politisch motiviert darzustellen.

In diesem Zusammenhang haben sie Vorwürfe gegen unseren Herrn Präsidenten erhoben, die die Grenzen des Respekts überschreiten. Sie haben versucht, die gerichtlichen Ermittlungen mit unserem Herrn Präsidenten in Verbindung zu bringen. Wir weisen diese Erklärungen entschieden zurück.

Die Ermittlungen werden vollständig von unabhängigen Justizbehörden geführt. Es ist undenkbar, dass die Ermittlungsbehörde, nachdem sie von den betreffenden Vorwürfen Kenntnis erlangt hat, keine Untersuchung einleitet.

Jeder sollte wissen, dass in einem Rechtsstaat der Ort, an dem eine Verteidigung stattfindet, wenn der Vorwurf einer Straftat im Raum steht, nicht die Straße, sondern die Justizbehörden sind. Wenn Beweise für eine begangene Straftat vorliegen, ist es mit dem Rechtsstaatsprinzip unvereinbar, zu erwarten, dass die notwendigen Ermittlungen dazu nicht durchgeführt werden.

Sich vor Gericht zu verantworten und sich zu verteidigen, ist für jeden ein Recht und zugleich eine Pflicht.

Wir halten es nicht für richtig, dass über die Ermittlungen Desinformation betrieben wird und Äußerungen getätigt werden, die darauf abzielen, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.

Während der Ermittlungsphase werden die Vorwürfe, die Verteidigung und die Beweise bewertet. Sobald die Vertraulichkeit der Ermittlungen aufgehoben ist, wird die materielle Wahrheit mit allen entlastenden oder belastenden Beweisen ans Licht kommen, und das Ergebnis wird für die Öffentlichkeit transparent sichtbar sein.

Man muss der unparteiischen und unabhängigen türkischen Justiz vertrauen. Die Rechtsmittel innerhalb der Justiz stehen bis zum Ende offen, und gerichtliche Verfahren unterliegen ihrer eigenen internen Kontrolle.

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, den Prozess in Ruhe zu verfolgen und die zu treffende Entscheidung mit Respekt aufzunehmen, damit die Gerechtigkeit vollständig und lückenlos verwirklicht werden kann."