Eilmeldung zum Unfall von Zehra Kınık... 'War das der Preis für ein Menschenleben?' Mutter zieht Anzeige zurück

Hasret Doğan, die Mutter des 17-jährigen Batın Barlas Çeki, der bei einem Unfall unter Beteiligung von Zehra Kınık Demir, der Tochter des ehemaligen Kızılay-Präsidenten Kerem Kınık, ums Leben kam, hat ihre Anzeige gegen die Angeklagte sowie ihren Berufungsantrag zurückgezogen. In einem beim Gericht eingereichten Schreiben erklärte Doğan, dass ihr sämtlicher materieller und immaterieller Schaden ersetzt wurde.

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Im Fall um den Tod von Batın Barlas Çeki, der bei einem Unfall unter Beteiligung von Zehra Kınık, der Tochter des ehemaligen Kızılay-Präsidenten Kerem Kınık, ums Leben kam, gibt es eine neue Entwicklung. Hasret Doğan, die Mutter des 17-jährigen Çeki, hat ihre Anzeige gegen die Angeklagte Fatıma Zehra Kınık Demir sowie ihren Berufungsantrag offiziell zurückgezogen.

Der Unfall ereignete sich, als das Fahrzeug von Zehra Kınık Demir mit dem Motorrad kollidierte, wobei Batın Barlas Çeki verstarb und drei weitere Personen verletzt wurden.

SCHRIFTLICHE EINGABE BEIM GERICHT

Wie Ismail Saymaz berichtet, reichte Hasret Doğan am 19. Februar 2026 einen Schriftsatz beim Gericht ein. Die Akte wurde über das 8. Schwurgericht Istanbul Anadolu zur Berufungsprüfung an die 19. Strafkammer des Regionalgerichts Istanbul weitergeleitet.

In dem Schreiben heißt es:

„Ich ziehe meine Anzeige gegen die Angeklagte Fatma Zehra Kınık Demir zurück. Mein gesamter materieller und immaterieller Schaden wurde beglichen. Ich habe keinerlei Ansprüche auf materiellen oder immateriellen Schadensersatz gegenüber der Angeklagten. Ich ziehe auch meinen eingelegten Berufungsantrag zurück.“

IM DEZEMBER WURDE EINE HAFTSTRAFE VON 2 JAHREN UND 6 MONATEN VERHÄNGT

In der zweiten Verhandlung im Dezember 2025 war Kınık Demir zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Das Gericht hatte zudem das bestehende Ausreiseverbot gegen die Angeklagte bestätigt und den Entzug ihres Führerscheins für die Dauer eines Jahres angeordnet.

Zuvor war in derselben Akte eine Haftstrafe von 4 Jahren und 2 Monaten verhängt worden; nachdem jedoch einige Nebenkläger ihre Anzeigen zurückgezogen hatten, wurde das Urteil in der Berufung aufgehoben und der Fall neu verhandelt.

„WIE EIN SCHERZ“ – DAMALIGE REAKTION

Nach der Urteilsverkündung hatte die Mutter Hasret Doğan vor dem Gerichtsgebäude scharf auf das Strafmaß reagiert. Mit den Worten „Ist das der Preis für ein Menschenleben – zwei Jahre?“ kritisierte sie das Urteil, äußerte sich zudem abfällig über diejenigen, die ihre Anzeigen zurückgezogen hatten, und kündigte an, in Berufung zu gehen.

In ihrer Erklärung argumentierte Doğan, dass die Strafe unzureichend sei und die Strafen für Verkehrsdelikte keine abschreckende Wirkung hätten.

„VORAUSSICHTLICH DREI MONATE HAFT“ 

Der Anwalt der Familie, Uysal Uğurlu, hatte nach der Verhandlung im Dezember erklärt, dass die Angeklagte zunächst zu drei Jahren Haft verurteilt, die Strafe dann jedoch unter Anwendung eines Ermessensnachlasses von 1/6 auf 2 Jahre und 6 Monate reduziert worden sei.

Uğurlu führte aus, dass die Angeklagte nach dem geltenden Strafvollzugsgesetz voraussichtlich etwa drei Monate im Gefängnis verbringen werde, wobei die Strafe in einem offenen Vollzug verbüßt werden könne, gefolgt von einer zweijährigen Bewährungszeit.

Während der Verhandlungen hatte die Verteidigung angegeben, dass der Mutter des verstorbenen Batın Barlas Çeki sowie den Verletzten materieller und immaterieller Schadensersatz gezahlt worden sei und einige Nebenkläger ihre Anzeigen zurückgezogen hätten. Die Verteidigung behauptete, Kınık Demir treffe keine Schuld am Unfall, und beantragte die Aussetzung der Urteilsverkündung.

Anwalt Uysal Uğurlu widersprach diesen Argumenten und erklärte, dass durch drei separate Gutachten festgestellt worden sei, dass Kınık Demir das Stoppschild missachtet habe und aus einer Nebenstraße auf die Hauptstraße gefahren sei, wo sie mit dem Motorrad kollidierte.

Das Gericht lehnte den Antrag der Verteidigung auf Schadensausgleich und Aussetzung des Urteils ab und verhängte die Haftstrafe.