„Ein Novum in der Türkei“: In Afyonkarahisar drohen 72.000 Lira Strafe für das Aussetzen von Tieren

Das Gouvernement Afyonkarahisar hat angekündigt, dass gegen Personen, die ihre Tiere auf der Straße aussetzen, ein Bußgeld in Höhe von 71.965 TL verhängt wird.

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In Afyon wurde bekannt gegeben, dass für das unbefugte Aussetzen von Tieren auf der Straße ein Bußgeld in Höhe von 71.965 TL pro Tier erhoben wird. In der Erklärung des Gouvernements Afyonkarahisar wurde darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung aufgrund der zunehmenden Angriffe durch Straßentiere in der Stadt getroffen wurde. Das Gouvernement betonte, dass die Entscheidung im Rahmen des Tierschutzgesetzes getroffen wurde.

In der vom Gouvernement veröffentlichten Erklärung heißt es:

'Aufgrund der in letzter Zeit zunehmenden negativen Vorfälle im Zusammenhang mit Straßentieren und der steigenden Zahl von Ereignissen, bei denen Menschen Angriffen von Straßentieren ausgesetzt waren, wurde auf Anweisung der Gouverneurin Kübra Güran Yiğitbaşı eine umfassende Mobilisierung gestartet, um ähnliche Situationen in Afyonkarahisar zu verhindern und dauerhafte Lösungen für dieses Problem zu finden.'

Das im vergangenen Jahr in der Türkei geänderte Tierschutzgesetz hatte für Diskussionen gesorgt. Tierschützer argumentierten, dass das Gesetz das Problem der Straßentiere eher vergrößern als lösen würde.

NEUE VERANTWORTLICHKEITEN FÜR GEMEINDEN

Das Gouvernement teilte zudem mit, dass den Gemeinden neue Verantwortlichkeiten übertragen wurden. Demnach wurde mitgeteilt, dass Personen, die ihre Tiere aussetzen, mit strafrechtlichen Sanktionen belegt werden, während gleichzeitig der Bau von Tierheimen für herrenlose Tiere und die Beschleunigung von Rehabilitationsprozessen verzeichnet wurden.

In der Erklärung, in der betont wurde, dass die Maßnahme ein „Novum in der Türkei“ darstelle, hieß es weiter:

'Mit diesen Arbeiten wird angestrebt, Straßentiere für eine sicherere und gesündere Umwelt unter Kontrolle zu bringen und zu unterstützen. Im Rahmen der neuen Regelungen zu Straßentieren werden Bürgern, die Tiere aus Tierheimen adoptieren, Anreize wie Futter, Hundehütten und tierärztliche Leistungen geboten. Mit diesem Schritt sollen sowohl die Populationskontrolle als auch das Wohlergehen der Tiere sichergestellt werden.'