Ein Novum in der Türkei! Vulkan bereitet sich auf Ausbruch vor

Wissenschaftler haben im Bezirk Kula in der Provinz Manisa acht Magmakammern in einer Tiefe von 5 Kilometern unter der Erdkruste entdeckt. Es wird darauf hingewiesen, dass die größte dieser Kammern das Risiko birgt, aktiv zu werden. Wissenschaftler betonen, dass die vulkanischen Aktivitäten genau beobachtet werden müssen.

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In einem vom TÜBİTAK unterstützten Projekt, das von Prof. Dr. Özgür Karaoğlu von der Eskişehir Osmangazi Universität und seinem Team geleitet wurde, lieferten Untersuchungen im Geopark Kula-Salihli bemerkenswerte Ergebnisse. Karaoğlu bestätigte die Existenz einer großen Magmamasse in 5 Kilometern Tiefe unter der Oberfläche und erklärte: "Diese Magmamasse ist in Richtung Oberfläche vorgedrungen und erwärmt auch die geothermischen Systeme in der Region."

KATAKEKAUMENE: DIE HISTORISCHE UND WISSENSCHAFTLICHE BEDEUTUNG DES „VERBRANNTEN LANDES“

Diese Region, die der Historiker Strabon in seinem Werk Geographika als 'Katakekaumene' (Verbranntes Land) bezeichnete, ist heute als der einzige von der UNESCO anerkannte Geopark der Türkei bekannt, der sowohl für seine natürlichen als auch für seine historischen Werte geschätzt wird. Der Geopark Kula-Salihli, berühmt für seine vulkanischen Hügel, Lavaströme und heißen Quellen, ist ein natürliches Laboratorium, das nicht nur Touristen, sondern auch Wissenschaftler anzieht.

8 MAGMAKAMMERN ENTDECKT

Prof. Dr. Karaoğlu und sein Team führten ihre Arbeiten gemeinsam mit 12 Wissenschaftlern der Universität Ankara, der Technischen Universität Eskişehir und der Afyon Kocatepe Universität auf einer Fläche von etwa 10.000 Quadratkilometern durch. Im Rahmen dieser Forschung wurden 15 spezielle Seismometer installiert und 8 Magmakammern in einer Tiefe von 5 bis 30 Kilometern unter der Erdkruste identifiziert.

Die größte Magmakammer befindet sich nur 5 Kilometer unter der Oberfläche. Wissenschaftler bewerten diese Tiefe als riskant, da sie im Falle einer Auslösung vulkanischer Aktivität zu einem Ausbruch führen könnte. Insbesondere die aktiven Verwerfungslinien in der Region und mögliche Erdbeben erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das Magma erneut an die Oberfläche gelangt.

MÖGLICHKEIT EINES NEUEN AUSBRUCHS NACH 4.700 JAHREN

Karaoğlu erklärte, dass die letzte vulkanische Aktivität in der Region Kula vor 4.700 Jahren stattfand, und betonte: "Die Nähe der von uns identifizierten Magmakammern zur Oberfläche und ihre Anordnung zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Aktivität hoch ist." Er unterstrich, dass die aktiven Verwerfungslinien in der Region das Magma auslösen könnten und ein neuer Vulkanausbruch möglich sei.

EIN NOVUM FÜR DIE TÜRKEI

Prof. Dr. Bülent Kaypak vom Fachbereich Geophysik der Universität Ankara erklärte, dass die im Rahmen des Projekts angewandten Methoden ein Novum für die Türkei darstellen. Kaypak gab an, dass sie mithilfe von Erdbebendaten eine Karte der unterirdischen Magmakammern erstellt hätten und dass diese Arbeit sowohl wissenschaftlich als auch wirtschaftlich einen großen Beitrag leisten werde. Er fügte hinzu, dass diese Erkenntnisse eine entscheidende Rolle bei der Steuerung geothermischer Untersuchungen spielen könnten.

FAZIT: ERNEUTE AKTIVIERUNG MÖGLICH

In Anbetracht der Aktivität der Verwerfungslinien in der Region und der Spannungen in der Erdkruste besteht das Risiko, dass die bis in 5 Kilometer Tiefe vorgedrungene Magmamasse erneut in Bewegung gerät und an die Oberfläche steigt. Wissenschaftler sagen, dass die vulkanischen Aktivitäten in der Region überwacht werden müssen und diese geologischen Bewegungen in den kommenden Jahren bedeutende Folgen haben könnten.

Neben der Geschichte und Natur von Kula könnten auch die geheimnisvollen Magmakammern die Region durch mögliche zukünftige vulkanische Aktivitäten erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken.